AMD Radeon HD: 7xxxM-Serien für Notebooks vorgestellt

Matthias Schleif

Nachdem AMD seine neuen, auf 28nM Strukturbreite basierenden Grafikkarten der Radeon HD7000er Serie vorgestellt hatte, fehlten natürlich noch die entsprechend angepassten Varianten für mobile Systeme wie Note- und Ultrabooks. Genau diese, mit einem zusätzlichen M wie Mobile bezeichneten dedizierten Grafikchips hat der Halbleiterriese jetzt näher vorgestellt. Selbstverständlich wurde nicht mit Eigenlob gespart!

AMD Radeon HD: 7xxxM-Serien für Notebooks vorgestellt

Dass es bei den Bezeichnungen “London”, “Heathrow” und “Chelsea”, die den drei Basismodellen Radeon HD7700M, 7800M und 7900M von AMD verpasst wurden, um den Versuch geht, den olympischen Geist zu “atmen”, läge ja nahe. Genauso gut könnte es aber auch sein, dass AMD seine Neulinge lediglich im Netz besser gefunden wissen will, denn bekanntermaßen schnellt die Anzahl der Suchanfragen wegen der olympischen Spiele regelmäßig in die Höhe. Und diese finden ja 2012 in London statt, wo man in Heathrow mit dem Flieger ankommt und über Chelsea in die City fährt.

Features und Performance

Wie dem auch sei, technisch haben die neuen mobilen Grafikchips jedenfalls eine Menge mit ihren Desktop-Brüdern der *-Serie gemein. Vor allem die 28nM-Basis und die weiterentwickelte Tessalation-Einheit wären da hervor zu heben, aber auch die durchgehende DirectX11.1-Unterstützung und das ZeroCore-Feature wurden nach unten durch gereicht. Ähnlich der Optimus-Technologie von NVIDIA passt bei Letzterem das Powermanagement die Leistungsaufnahme der “dedizierten” Grafik den entsprechenden Anforderungen an. Je nach Treibersetting können die Chips wohl auch komplett ausgeschaltet werden, wenn auf eine interne Grafikkarte zurück gegriffen werden kann. Bei AMD heißt das dann allerdings “Enduro”.

Vor allem in ihren Kernkompetenzen konnten die neuen Radeon-Chips aber wohl erneut punkten: bei der Grafikperformance (…nein, nicht nur bei Sport- und Olympiaspielen). “Laut den Folien von AMD”, so drückt sich heise vorsichtshalber aus, komme man mit dem * Radeon HD7970M im 3DMark11-Performancetest auf satte 5800 Punkte. Im Vergleich mit den knapp 7600 Punkten, die das Topmodell der Desktopserie, Radeon HD7970 ohne M, auf die Beine gestellt hat, muss über den Daumen also mit etwa 20-25% Abschlag gerechnet werden. Dass das für die meisten Games immer noch genug ist, um sie angenehm flüssig und brauchbar aufgelöst zu zocken, ist klar. Mit der mittelgroßen Radeon HD7870M gehen aber weitere Einbußen von fast 50% einher. Ganz zu schweigen von der kleinsten Variante Radeon HD7770M, mit der gerade noch 2400 Punkte erreicht werden.

Wer nicht gerade Battlefield3 unterwegs spielen muss, der sollte wohl mit der Leistung auch der kleineren Radeon-Modelle auskommen. Für Hardcore-Gamer aber gilt wohl, was erst kürzlich im Forum wiederholt wurde: richtig gute * gibt es allein schon deswegen nicht, weil das mit der Akkulaufzeit nicht vereinbar ist. Und da mag wohl was dran sein…oder wie seht ihr das?

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