AMD Radeon Werbegag: Doping als Vorgeschmack

Matthias Schleif

Noch in diesem Monat werden voraussichtlich die ersten Händler mit den neuen Radeon-Modellen HD 7950 der noch jungen 7000er Serie von AMD beliefert, die auf dem Cape Verde-Chip mit 28nM Strukturbreite beruhen. Erste Tests mit dem Modell haben ja schon gezeigt, dass AMD/ATi mit der neuen Chip-Serie wieder an die Spitzenplätze der Top-Grafikkarten heran kommt, doch offensichtlich war Doping im Spiel. Ein bisher unbekanntes, stark belebendes Medikament namens “Verdetrol” muss scheinbar mehrmals täglich in Pillenform verabreicht werden, um höchste Leistungen zu erzielen. Aber: ist das erlaubt?

AMD Radeon Werbegag: Doping als Vorgeschmack

Es war nur ein kleines, unscheinbares Päckchen, das AMD der Redaktion von legitreviews.com da hat zukommen lassen aber die darin befindliche Pillenpackung hat wohl unter den Kollegen für ein paar Lacher gesorgt . Als sei es eine selbstverständliche Mengenangabe steht da beispielsweise auf der Banderole “Verdetrol 1GHz”, mit dem besonders die etwa 1GHz schnelle Radeon HD 7770 beworben werden soll. Diese erscheint laut AMD irgendwann im Laufe diesen Jahres, vielleicht auch erst zu Weihnachten.

Auf der orangenen Packung mit den blauen Pillen finden sich außerdem noch ein paar witzige und unsinnige Sicherheitshinweise nebst dem Spruch: “for natural performance enhancement”. “Natürlich” ist daran zwar nix aber geniessbar sind die genau 28 Pillen (wegen der 28nM) wohl schon…selbstverständlich handelt es sich nur um eine Packung Bonbons und nicht um ein BTMG-relevantes Aufputschmittel. Dennoch macht AMD sich die Mühe und legt noch eine Beschreibung bei: “VerdeTrol” sei eine Art Additiv, lässt diese den Kunden “wissen”, von dem bis zu vier Stück täglich “in den Lüfter gebröselt” werden sollten, was natürlich nur ein Scherz sein kann. Auf der eigens für diese Werbeaktion angelegten Website verdetrol.com wird zur Zeit ein Promovideo für die nächsten Tage angekündigt, das sicher zeitgleich mit den ersten Auslieferungen der neuen Radeons online gehen soll.

Da der Hauptkonkurrent NVidia aller Voraussicht nach im April oder Mai seine neuen Kepler-GPUs nachlegen wird, könnte es sich bei der zwischenzeitlich erhöhten Leistungsdichte unter der Top-Grafikkarten zwar auch um einen lediglich kurzzeitigen Effekt handeln, den Zeitpunkt werbetechnisch auszunutzen lässt AMD sich aber natürlich trotzdem nicht entgehen. Sei es ihnen gegönnt, denn in letzter Zeit haben sie ja ganz gute Systeme entworfen, allen voran die APUs.

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