Bald 28nm-Grafikkarten und neue Ultrabook-Plattformen von AMD

Matthias Schleif

Auch im jahr 2012 geht es wieder Schlag auf Schlag; bereits für Ende Januar hat AMD die Vorstellung zweier überarbeiteter GPUs geplant, deren Kerne auf der neuen 28nm-Fertigungstechnik beruhen. Derweil arbeitet man aber auch an einer konkurrenzfähigen Plattform für Intels Ultrabooks, die ab Mitte des Jahres über verschiedene OEMs in den Handel kommen sollen.

Bald 28nm-Grafikkarten und neue Ultrabook-Plattformen von AMD

Gleich zwei runderneuerte Grafikprozessoren will der IT-Riese AMD Ende Januar der interessierten Weltpresse vorstellen, namentlich die Modelle Radeon HD 7970 und 7950. Der grosse Gegenspieler NVidia will – spätestens – im April nachziehen und seine “Kepler”-Serie auf den Markt bringen, die ebenfalls auf dem 28nm-Fertigungsprozeß basiert. Diese “Verspätung” wird bei NVidia mit dem Streben nach Perfektion begründet, sorgt aber auch für ein zeitliches Zusammenfallen mit Intels neuen Ivy Bridge Prozessoren, was widerum gewisse “sources” der Digitimes zu der Annahme bringt, eine entsprechende Nachfrage nach Ivy Bridges wirke sich voraussichtlich auch für NVidia positiv aus.

Mit den Kepler-Versionen GK 104, 106, 107, 110 und 112 will NVidia sich im Lauf des Sommers für verschiedene Leistungsbereiche empfehlen. Die bisherige GTX 560Ti wird dabei durch die GK104 ersetzt, die Modelle GK 106,107 und 110 sind dagegen als Budget- und Mid-Range-Modelle geplant, wobei das Modell GK110 mit zwei GK104-Kernen bestückt sein wird. Das Topmodell GK112 hält NVidia dagegen bis zum 2012er Weihnachtsgeschäft, oder sogar bis 2013, zurück.

Notebook APUs
Nach der Einführung einiger neuer APUs im letzten Jahr, die durch ihre Kombination aus Grafik- und Hauptprozessoren besonders für den Einsatz in Notebooks geeignet sind, ist auch in diesem Bereich eine Erweiterung vorgesehen. Vor allem die erst kürzlich vorgestellte Radeon HD 7000M-Serie soll um die Modelle 7700M, 7800M und 7900M erweitert werden, die im Übrigen ebenfalls auf 28nm basieren werden.

Die genannte Konkurrenz zu Intels Ultrabooks plant AMD mit seiner “Trinity-Plattform” aufzubauen. Als Kern der Konkurrenzfähigkeit zielt man jedoch weniger auf eine bessere Leistung, als auf einen geringeren Preis. Wem die knapp 1000,- Euro für ein aktuelles Ultrabook oder die anvisierten 800,- Euro für eins der kommenden Modelle einfach zu viel ist, dem will AMD eine preisgünstige Alternative mit geringfügig schwächerer Leistung anbieten. Ein Konzept, das schon bei den letzten Fusion-Versionen gegen die schwächelnde Atom-Plattform nicht schlecht geklappt hat. Intel dagegen fürchtet den “Preisverfall”, den Kunden kommt mehr Vielfalt dagegen wohl eher entgegen.

Erste “Ultrathins” von HP, Acer oder ASUS mit AMDs Deccan-Plattform sind für kommenden Juni zur Veröffentlichung vorgesehen, denen im Jahr 2013 zwei Upgrades (Kerala und Kabini APUs) folgen sollen, mit denen widerum den Ivy Bridges Paroli geboten werden soll. Alles in allem ziemlich viel Zukunftsmusik zwar, aber man kann wohl davon ausgehen, dass AMD weiter den Preisvorteil ausspielen wird. Sollte es dadurch tatsächlich zu dem befürchteten Preisverfall auch bei Intel kommen, fragt sich, warum in 2013 noch jemand etwas anderes als “ultra” kaufen sollte?

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