Nvidia gesteht Treiberprobleme mit GTX600-Serie ein

Matthias Schleif
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Einige Käufer der neuen Geforce-Grafikkarten von Nvidia (Codename: Kepler) haben sich wohl über unangenehme Ruckler während eines Spiels beklagt, so dass sich der Hersteller dem Problem nun annehmen musste. Offensichtlich treten die Fehler durch den GPU-Boost-Modus in Verbindung mit aktiviertem VSync auf, was erst durch ein Treiberupdate im Juni behoben werden soll.

Nvidia gesteht Treiberprobleme mit GTX600-Serie ein

Hardware, aber auch (Treiber-)Software für eine Grafikkarte zu entwickeln, die in den diversen Kombinationen immer fehlerfrei läuft, ist sicher nicht ganz leicht. Nvidia hätte mit dem Release der Kepler-Karten zwar auch noch warten können, da sie eigentlich schon im März von diesem Fehler wussten, doch das hätte eben auch nicht unbedingt geholfen. Der Grafikkarten-Hersteller hat nach eigenen Angaben die Ursachen aber bereits gefunden, so dass ein Treiberupdate für die betroffenen Modelle GTX670 (), * und * selbstredend in Arbeit sei.

Bis Juni muss darauf aber noch gewartet werden, weil NVidia die Lösung ausgiebig testen will. Bis dahin solle man – sofern man als Käufer von dem Problem betroffen ist – eben ohne VSync zocken. Den Härtetest müssen am Ende ja doch wieder die Kunden machen, so dass man im Prinzip auch gleich ein Update ohne Gewähr rausgeben könnte. Diesen schmalen Grad der Kundenbindung möchte NVIDIA aber wohl nicht gehen. Zu viele, die das nicht genau verstanden haben, könnten sich beschweren und die Reputation in den Keller ziehen. Und das muss ja nicht sein. Wer sich dennoch noch genauer auf dem Stand der Dinge halten möchte mag sich vielleicht im entsprechenden Forumsthread bei NVIDIA beteiligen.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Anpassungen im Treiber nicht negativ auf die sogenannten Mikroruckler auswirken werden, für dessen Minimierung im SLi- bzw. Zweikern-Betrieb (GTX 690) NVidia so viel Lob bekommen hatte. Mit der zur Verfügung stehenden Leistung hat die Ruckelei natürlich nichts zu tun, anders als NVidia-Basher schon hämisch behaupten. Vermieden werden kann so etwas eben nur, wenn man sehr wenige Hardwareplattformen versorgen muss, wie zum Beispiel bei Apple. Der Ausweg, die Techniken noch weiter zu standardisieren würde aber vermutlich weiteren kleinen Herstellern den Garaus machen, was sicher auch nicht wünschenswert ist. Oder wie seht ihr das?

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