Lightning-Adapter: Welches Zubehör ist kompatibel?

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Vor rund einer Woche gab es die ersten Berichte derjenigen, die nach langer Wartezeit endlich ihre “Lightning auf 30-polig”-Adapter von Apple erhalten haben. Dan Frakes von Macworld nutzte die Zeit, um die Kompatibilität mit dem Adapter und altem Zubehör zu testen.

Lightning-Adapter: Welches Zubehör ist kompatibel?

Getestet wurde der Adapter in Kombination mit Lautsprecher-Docks, Ladegeräten und Akkus, Video-Zubehör, Mikrofonen sowie Zubehör, welches den “iPod-out mode” verwendet.

Was die Audio-Docks angeht, gab es in der Regel keine Probleme. Neuere Docks verwenden das digitale Audio-Signal aus iPhone und iPod und wandeln dieses im Dock selbst über den DAC (Digital-to-Analog Converter) in ein analoges Signal um. Ist das Dock älter gibt es ebenfalls keine Probleme bei der Audio-Ausgabe, da der Adapter über einen eigenen DAC verfügt und so das passende Signal ans Dock weiterleitet.

Bei richtig alten Docks kann es jedoch vorkommen, dass der Hersteller noch die Stromversorgung über die FireWire-Pins verwendet. Als Beispiel nennt Macworld etwa Logitechs mm50 aus dem Jahr 2005. Die Stromversorgung im Lightning-Adapter funktioniert allerdings lediglich über den USB-Port, so dass die Geräte nicht geladen werden können. Dies ist aber bereits bei vielen iPhones und iPods der Fall und sollte für die Besitzer in der Regel keine Überraschung darstellen.

Abhilfe schaffen andere Adapter, welche die FireWire-Stromversorgung des Docks auf die verwendeten USB-Pins umleiten. Wie man am Bild erkennen kann, wird diese Kombination jedoch schnell unhandlich und instabil. Ganz abgesehen von der Gefahr, dass der alte Dock-Connector deutlich stärker beansprucht wird und möglicherweise abbrechen kann. Der Lightning-Port hingegen ist deutlich stabiler – ein weiterer Vorteil des neuen Steckers.

Akkupacks und sonstiges ladendes Zubehör stellten in der Regel kein Problem dar. Es gilt jedoch dieselbe Regel wie oben beschrieben: Unterstützt das Zubehör ausschließlich eine Stromversorgung via FireWire, werden iPod oder iPhone nicht geladen.

Schlechte Nachrichten gibt es für Zubehör, welches die Videoausgabe von iPhone oder iPod verwendet. Dieses wird schlichtweg nicht unterstützt. Der Lightning-Port selbst unterstützt zwar die Video-Ausgabe – Apple hat Lightning-zu-HDMI- und Lightning-zu-VGA-Kabel angekündigt – über den Adapter steht diese Funktion jedoch nicht zur Verfügung.

Gleiches gilt auch für iPod-out, welches von einigen Autoradios oder Stereoanlagen genutzt wird. Mit Hilfe von iPod-out kann dieses Zubehör eine Menüstruktur darstellen, wie man sie vom iPhone oder iPod her gewohnt ist. Macworld vermutet, dass diese Limitierung mit der fehlenden Video-Ausgabe zu tun haben könnte. Eine Bestätigung ob dem wirklich so ist, konnte Macworld jedoch nicht liefern, da sie keinen Zugriff auf Zubehör hatten, welches iPod-out nutzt.

Positive Nachrichten gibt es für Besitzer von Mikrofonen oder sonstiger Peripherie, die die Audioeingabe des iPod oder iPhone nutzt. Arbeitet das Zubehör via USB gibt es in der Regel keine Probleme, was auch die von Macworld befragten Hersteller bestätigten.

Zu bedenken ist allerdings bei der ganzen “adapterei”, dass iPod oder iPhone möglicherweise nicht mehr wie gewohnt in das Zubehör – insbesodere Docks – passen. Vorsichtig sollte man bei Docks sein, die etwa lediglich den Dock-Connector für den sicheren Halt nutzten.

Hier sollte man lieber zu dem Adapter mit Kabel greifen, und iPod oder iPhone sicherheitshalber neben oder auf das Dock legen. Ansonsten droht die bereits oben angesprochene Gefahr, den Dock-Connector zu zerstören.

(Bild: Macworld)

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Weitere Themen: iPod touch 2014, iPhone 5, Apple


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