Lightning: Chip im Stecker weist einzelnen Kontakten Aufgaben zu

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Apples neuer Lightning-Anschluss verfügt über acht Pins, der alte Dock-Anschluss hatte 30 Kontakte. Dennoch scheint der neue Anschluss ähnlich viel leisten zu können wie sein Vorgänger. Eine erste Analyse zeigt, dass es sich um einen “adaptiven” Stecker handelt, der die Aufgabe einzelner Kontakte anpassen kann.

Lightning: Chip im Stecker weist einzelnen Kontakten Aufgaben zu

Der Experte Rainer Brockerhoff hat sich den neuen Lightning-Anschluss genauer angesehen und seine Beobachtungen in einem Blog-Eintrag zusammen getragen. In dem Lightning-Stecker befinde sich – ähnlich wie in einem Thunderbolt-Stecker – ein Chip, der für flexible Einsatzgebiete des Anschlusses sorgt.

Nur so ist es beispielsweise überhaupt erst möglich, dass sich der Stecker in beide Richtungen ins iPhone 5, den neuen iPod touch und den neuen iPod nano einführen lässt: Der Kontakt, der sich auf der linken Seite befindet, befindet sich nach einem umgekehrten Einführen natürlich auf der rechten Seite.

Es handelt sich also um einen “adaptiven” Stecker, der einzelnen Kontakten einzelne Aufgaben zuweisen kann. Auch erkennt der Stecker, so Brockerhoff, wenn der Benutzer ihn aus einem Gerät entfernt, um dann sämtliche Kontakte zu deaktivieren, so dass kein Kurzschluss entstehen kann. Besteht die Verbindung wieder, “wachen” die Kontakte wieder auf.

Soll ein Gerät mit einem Netzgerät lediglich aufgeladen werden, kann der Chip den Kontakten die einzige Aufgabe zuweisen, Strom zu übertragen – und dafür so viele Kontakte einsetzen, wie es für die jeweilige Leistung nötig ist. Sollen Daten übertragen werden, lässt sich die Aufgabe der Kontakte ebenfalls anpassen: So sei die Übertragung zahlreicher Signale möglich, die der Stecker-Chip auf Wunsch auch entsprechend umwandeln kann, um beispielsweise für ein verringertes Rauschen zu sorgen. Selbst die Umwandlung in ein optisches Signal sei denkbar.

Der Aufbau des Steckers erklärt, wie Apple so viele Kontakte im Vergleich zum Dock-Anschluss einsparen könnte. So lässt sich auch erklären, warum der einige Aufgaben wie die Ausgabe eines Video-Signals nicht erfüllen kann – Apple aber dennoch die Veröffentlichung von VGA- und HDMI-Adaptern plant.

Die im Stecker enthaltene Technik kann auch erklären, warum die Kabel und Adapter recht teuer sind. Es stellt sich aber auch die Frage, inwiefern Dritthersteller eigenständig Kabel und Adapter produzieren können, ohne Lizenznehmer von Apple zu sein. Entsprechende Adapter sind zwar schon bei Amazon aufgetaucht, denkbar ist aber, dass Hersteller diese bewerben, ohne, dass sie tatsächlich existieren.

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