Analyst: Vorstellung eines Apple-Fernsehers in diesem Jahr unwahrscheinlich

Holger Eilhard
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Geht es nach den Investmentbänkern von J.P. Morgan sieht es mit einem Start des sagenumwobenen Apple Fernsehers im Jahr 2012 schlecht aus. Besser soll es hingegen für ein mobiles Zahlungsmittel basierend auf iPhone oder iPad aussehen. Apples eigene Store-App soll ein erster Schritt in diese Richtung sein.

Analyst: Vorstellung eines Apple-Fernsehers in diesem Jahr unwahrscheinlich

Während andere Analysten, wie zum Beispiel Peter Misek von Jefferies fest daran glauben, dass Apple noch in diesem Jahr einen Fernseher vorstellen wird, schätzt Mark Moskowitz von J.P. Morgan die aktuelle Lage anders ein. In einer Mitteilung an seine Investoren berichtet er, dass es nach seinen Recherchen derzeit keine Hinweise auf eine kurzfristige Vorstellung gebe.

Laut Moskowitz sei man sich nicht sicher, ob sich ein Apple-Fernseher im hart umkämpften TV-Markt durchsetzen könne. Nur wenn Bedienung, Inhalte und die Integration bestehender TV-Dienste völlig neu wären, wäre dies denkbar. Ähnliche Aussagen – damals in Anbetracht des Handy-Markts – kennen einige vielleicht noch von der Zeit als Apple noch kein iPhone im Angebot hatte.

Der Analyst glaubt daher eher daran, dass Apple in den Heimkino-Markt langsam und nur Schritt für Schritt einsteigen werde. Ein Wegbereiter könnte die bereits bekannte Set-Top-Box Apple TV sein, die der Hersteller nach und nach unter anderem durch Software-Updates verbessern könnte. Als potentielle Änderungen stellt sich der Analyst etwa Siri-Integration, Gesten-Steuerung, Videorekorder-Funktionen und auch die Funktion als Spiele-Konsole vor.

Moskowitz glaubt, dass ein vollständiger Apple-Fernseher erst 2014 erscheinen könnte. Der Analyst denkt, dass Apple sich durch Design und Bildqualität von der Konkurrenz abheben könne. Auch ein Fernseher mit Retina-Display hält der Analyst für denkbar.

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iPay

Neben den Vorhersagen, verlor Moskowitz auch noch einige Worte zu einem denkbaren mobilen Zahlverfahren, welches der Analyst iPay getauft hat. Wie schon des Öfteren berichtet, könnte NFC hier eine kritische Rolle spielen. Immer wieder gab es Gerüchte, dass Apple die Technik in iPhone oder iPad integrieren wolle. Bis dato ist dies aber nicht geschehen.

“Derzeit haben wir keine Anhaltspunkte dafür, dass eine “iPay”-Plattform in Entwicklung ist, aber es ist unsere Ansicht, dass die hauseigene “Apple Store”-App, die es Kunden ermöglicht in den Apple Stores einzukaufen, ein erster Schritt in diese Richtung sein könnte”, so Moskowitz.

Als Hindernis sieht der Analyst die Zusammenarbeit mit Banken und Kreditkarten-Unternehmen. Insgesamt würden die Aussichten auf das Bezahlen mit einem mobilen Gerät aber immer wahrscheinlicher.

Google hatte mit Google Wallet vor einigen Monaten in den USA das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone vorgestellt. Voraussetzung ist auch hier ein Gerät mit NFC-Chip.

Weitere Themen: Apple TV, NFC, Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog, Apple

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