iWatch: Samsung bereitet Präventivschlag vor

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Bevor Apple überhaupt in irgendeiner Weise die Existenz des Projekts „iWatch“ anerkannt hätte, holt Wettbewerber Samsung schon zum Erstschlag aus. Wie ein hochrangiger Mitarbeiter gegenüber Bloomberg eifrig erklärte, will der Konzern „schon länger an einer Uhr arbeiten“.

iWatch: Samsung bereitet Präventivschlag vor

Produktpolitik mal anders

Anhand dieses Interviews lässt sich einer der wichtigsten Unterschiede zwischen Samsung und Apple schön illustrieren. Und nein, ich meine nicht, dass einer vom anderen „abschreibt“ oder wer nun zuerst an die Smartwatch gedacht hat. Es geht viel mehr um die Art und Weise der Produktankündigung.

Die Aussage von Lee Young Hee gegenüber Bloomberg ist so unglaublich vage und gleichzeitig offensichtlich platziert, dass ein Blinder erkennt, was hier gespielt wird.

Holt das Phrasenwörterbuch!

„Wir bereiten das Uhr-Produkt schon sehr lange vor.“ Damit sollen jegliche Verdachtsmomente zerstreut werden, dass Samsung hektisch an einer Smartwatch zu werkeln begann, als die ersten iWatch-Gerüchte sich verfestigten.

„Wir arbeiten hart daran, die Smartwatch fertig zu stellen. Wir bereiten Produkte für die Zukunft vor und die Uhr definitiv eines davon“. Es wäre nur schwerlich möglich, in zwei Sätzen noch weniger auszusagen. Ja, wir bauen Dinge. Irgendwann ist zwischen Smartphones, Tablets und Kühlschränken auch mal eine Uhr dabei.

Nicht nur hält sich Samsung mit Details zu den Plänen zurück, auch die Spezifikationen der Uhr selbst, einen möglichen Verkaufspreis oder gar ein auch nur ungefähres Erscheinungsdatum vermag man nicht zu nennen.

Natürlich gab es auch schon schleierhafte Hinweise von Apple zu anstehenden Produkten. So sagte Tim Cook in einem Interview im vergangenen Dezember über einen möglichen Apple-Fernseher: „Der Bereich ist von uns von großem Interesse.“ Mehr wollte er nicht preisgeben. Der große Unterschied ist aber, dass Apple sich nicht einen Journalisten schnappte, um ihm Halb-Informationen zuzustecken, sondern sich widerwillig nach zahlreichen Nachfragen ein minimales Zugeständnis abringen ließ.

Dass diese suggestiven Sätze in Richtung Bloomberg nun gerade zu der Zeit geäußert werden, als die Hinweise auf eine mögliche Smartwatch von Apple, vorsorglich iWatch getauft, sich verdichten, kann kein Zufall sein.

Taktik egal: Hauptsache, es kommt was

All das könnte einen komplett kalt lassen, keine Frage. Für mich hat es auch nichts mit „iFanboyismus“ oder überhaupt mit Apple zu tun. Es ist einfach schade, dass ein Hersteller das Bedürfnis verspürt, derart durchschaubare Taktiken einzusetzen und ernsthaft zu glauben, es fiele niemandem auf. Das ist es, was mich daran stört.

Was bleibt, ist zu hoffen, dass es nicht bei leeren Worten bleibt. Ich bin sehr gespannt auf das, was Samsung uns so ankündigt, auch wenn ich mit der Art und Weise meine Schwierigkeiten habe. Je mehr Smartwatches, desto besser — Konkurrenz bringt Innovation. Nur bitte nichts heißnadelig Gestricktes, per kitschiger Broadway-Show Präsentiertes, wenn’s irgendwie geht.

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Weitere Themen: Samsung Galaxy Watch, Samsung


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