DVB-T2 HD: Erste TV-Lösungen für Android, iPad und iPhone im Oktober

Sebastian Trepesch
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Wenn im nächsten Jahr DVB-T abgeschaltet wird, werden alle derartigen Fernsehempfänger unbrauchbar. Noch im Mai stellten wir fest, dass es keinen einzigen Stick für das hochauflösende Nachfolgeformat DVB-T2 HD gibt, das an Tablets und Computern genutzt werden kann. Langsam ist Besserung in Sicht, wie wir auf der IFA feststellten.

DVB-T2 HD: Erste TV-Lösungen für Android, iPad und iPhone im Oktober

Am 31. Mai 2016 startete die Testphase des HD-Fernsehen per Antenne, DVB-T2 HD. Zwar gab es Receiver für den Fernseher, dagegen waren Lösungen für Mac, PC, Android und iPad Mangelware. Und das, obwohl das bisherige frei empfangbare TV schon am 29. März 2017 abgeschaltet wird.

Video: Was ist DVB-T2 HD?

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Was ist DVB-T2 HD?

Die bisherigen DVB-T-Sticks werden mit dem neuen, besseren Standard nicht kompatibel sein. Auch Geräte für DVB-T2 – also ohne den Zusatz „HD“ – werden in Deutschland keine Verwendung finden können. Hierzulande gilt:

  • Wer die öffentlich-rechtlichen Sender wie Das Erste, ZDF, arte etc. über Antenne empfangen möchte, der benötigt einen Empfänger mit Unterstützung des neuen Standards DVB-T2 HD (HEVC, H.265).
  • Wer auch die dann verschlüsselten Privatsender RTL, ProSieben, Sat.1 etc. wünscht, benötigt darüber hinaus Unterstützung von freenet TV – oder zumindest ein Gerät mit CI+-Slot, in das eine entsprechende Karte gesteckt wird. Über freenet TV lässt sich das Abo („Bereitstellungsgebühr“) mit den Privaten nutzen.

Während zunehmend TV-Decoder , sind die beliebten Unterwegs-Lösungen für Computer und Tablets noch Mangelware – beziehungsweise überhaupt nicht vorhanden. Auf der IFA haben wir nachgehakt:

DVB-T2 HD auf Mac und PC mit USB-Sticks

Endlich – auf Mac und PC kann man schon mit dem HD-Fernsehen loslegen, auch ohne die Internetverbindung bemühen zu müssen. Der USB-Stick eyetv T2 ist jetzt auf dem Markt.

Hersteller ist Geniatech, der bisher die Produkte für Elgato und andere Firmen herstellte. Die eyetv-Sparte hat Elgato an Geniatech abgetreten, um die meist sehr guten TV-Lösungen kümmert sich also der Hersteller selbst.

kostet der Stick aktuell inklusive der Software EyeTV 3. Praktisch: Über ein Firmware-Update soll er bald auch für DVB-T-C, also Kabelfernsehen, eingesetzt werden können. Vorbild ist also der eyetv hybrid.

Nachteil: Unterstützung von freenet TV bietet der Stick nicht, das kostenpflichtige Abo mit den Privatsendern kann also nicht genutzt werden.

Ähnliches gilt für den „Cinergy TC2 Stick“ von Konkurrent Terratec, welcher in Bälde in den Handel kommen sollte: Der USB-Stick für Windows und Mac unterstützt DVB-T2 mit H.265. Die verschlüsselten Sender von freenet TV sind damit aber nicht aufrufbar.

eyetv micro 2 und eyetv w T2: iPad- und Android-Geräte folgen

Für Tablets folgen die ersten Produkte Ende Oktober, angelehnt an den bisherigen Lösungen mit dem einfacheren Standard DVB-T. Das erfuhr GIGA von Geniatech. eyetv w T2 (99,95 Euro) wird das TV-Signal per WLAN an das iOS- oder Android-Gerät weiterreichen. eyetv micro 2 (89,95 Euro) besitzt einen USB-C-Stecker und kann an entsprechende Android-Geräte angeschlossen werden.

Auch hier gilt: kein freenet TV, also kein Privatfernsehen. Der Hersteller ist aufgrund des großen Angebots öffentlich-rechtlicher Sender überzeugt, dass die Receiver trotzdem guten Absatz finden.

Noch in Entwicklung: freenet TV für Mac und Windows-PC

Privatfernsehen über Antenne auf Tablet und Rechner – damit sieht es bislang also noch sehr schlecht aus. Manch anderer Hersteller von DVB-T-Sticks zeigt aktuell noch kein Interesse, Produkte für den Nachfolger anbieten zu wollen. Grund: Die große Konkurrenz aus Internetstreams.

Um die Verbreitung der Hardware anzukurbeln, entwickelt der hinter freenet TV stehende Serviceprovider Media Broadcast selbst einen USB-Stick. Ein ganz frischer Prototyp ist auf der IFA zu sehen – die erste Lösung also, die private und öffentlich-rechtliche Sender über DVB-T2 HD auf den Rechner bringt.

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Wann der Stick marktreif ist, wie viel er kosten wird, wer ihn vermarktet, das alles steht noch in den Sternen. Angepeilt ist aber März 2017 – dann, wenn das bisherige terrestrische Fernsehen abgeschaltet wird.

 

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