GameStick: Konsole verspätet sich um zwei Monate

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2013 ist das Jahr der Android-Konsolen: Sowohl die OUYA, als auch der GameStick haben ihre gesteckten Ziele beim Crowdfunding-Dienst Kickstarter weit übertroffen und erreichen bald die Unterstützer der Kampagne. Doch es ist nicht alles eitel Sonnenschein.

GameStick: Konsole verspätet sich um zwei Monate

Während die OUYA-Konsole in den ersten Tests der amerikanischen Kollegen nicht gerade gut abschneidet, hat das Konkurrenzprodukt GameStick mit den eigenen Erfolgen zu kämpfen:

Ursprünglich sollten die Geräte für Unterstützer der Finanzierungskampagne im April versendet werden. Diesen Zeitpunkt wird man wohl nicht einhalten können, da aufgrund der hohen Nachfrage das Fertigungsverfahren geändert werden muss. Bei Start der Kickstarter-Aktion war mit einem Bestellvolumen von rund 1000 Geräten gerechnet worden, welche in einem Silikongussverfahren produziert werden sollten. Mittlerweile habe man aber mehrere zehntausend Geräte zu produzieren und müsse deshalb erst Spezialwerkzeug in Deutschland und China herstellen lassen.

Außerdem müssen die Projektleiter zugeben, dass der Versand nicht wie geplant als Luftfracht erfolgen könne und die Konsolen ihre zukünftigen Besitzer deshalb über den langsameren Seeweg erreichen werden. Diese Entscheidung sei auch wieder der großen Nachfrage geschuldet, die den Luftversand für das Team unbezahlbar mache.

Bildergalerie GameStick

Sollte alles nach Plan laufen, rechnen die Hersteller damit, dass wir hierzulande die Konsole gegen Ende Juni in den Händen haben werden.

Während nun die Entwicklerversionen versandt werden, ist auf Kickstarter eine heiße Diskussion um die Verspätung entbrannt. Das GameStick-Team hatte immer wieder betont, dass es sich bei Kickstarter nicht um ein Online-Geschäft handele, in dem man sich Dinge zu einem bestimmten Lieferdatum bestelle.

Bei solchen Projekten gibt es zwar immer einen groben Zeitplan, den die Entwickler vorgeben, aber dass dieser exakt eingehalten wird, darauf sollte man die Veranstalter wirklich nicht festnageln. Oftmals ist es das erste Großprojekt einer Person oder eines kleinen Teams, das auf einer Crowdfunding-Plattform gestartet wird und im Vorhinein lässt sich weder abschätzen, wie die Resonanz des Internets sein, noch wie die Massenproduktion am Ende ablaufen wird. Schließlich unterstützt man hier eine Idee, damit sie Realität werden kann und kauft kein fertiges Produkt. So ist es nicht verwunderlich, dass nur acht der 50 erfolgreichsten Kickstarter-Projekte pünktlich versendet werden konnten.

Quellen: Kickstarter, The Verge

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