Sounddock-Test: iTeufel Radio versus Audyssey South Of Market

Sebastian Trepesch
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Die beiden oben abgebildeten Sounddocks haben wir bereits vorgestellt. Auf das wichtigste Kriterium sind wir aber noch sehr wenig eingegangen: den Klang. Welches Gerät ist besser? Wem können wir iTeufel von Teufel aus Berlin empfehlen, wem dagegen South Of Market von Audyssey?

Teufel steht für Audioprodukte im Direktvertrieb zu einem guten Preis-/Leistungsverhältnis. Audyssey-Technologie haben manche von uns in ihrem Surround-Receiver, und jetzt stellt das Unternehmen auch eigene Anlagen her. Die Einzelbeschreibungen:


Klangvergleich mit einem eindeutigen Sieger

In den ersten Beiträgen zu den Sounddocks bin ich schon ein bisschen auf den Klang eingegangen. Im Direktvergleich gibt es einen schnellen Sieger: Audyssey. Im Hintergrund arbeitet bei dem South Of Market viel Elektronik, denn schließlich ist das ja die Spezialität des Unternehmens. Und die macht sich besonders bei einem so kleinen Gerät bezahlt. Ob laut, ob leise, ob sehr leise – das Dock schraubt kräftig an den Frequenzen, und das sehr überzeugend. Somit erhält man auch wenn man nicht so laut aufdreht, einen vollen Klang mit schönem Bass. Nur wenn man die Lautstärke sehr laut aufdreht, wird die Musik unangenehm agressiv.

Der Hersteller empfielt sein Gerät sogar ausdrücklich für Hintergrundmusik. Der Zimmerbeschallung kommt die Anordnung der Membrane zu Gute. Ich konnte mich sehr damit anfreunden, die Soundstation für die Raumbeschallung – zum Beispiel morgens das Radio – zu verwenden.

Womit ich mich dagegen weniger anfreunden kann: Wenn die Box neben dem Schreibtisch steht, an dem ich sitze. Da fehlt mir dann einfach ein vernünftiges Stereo, sprich: eine Box links vorne und eine Box rechts vorne. Damit dürfte aber jeder rechnen, der sich so ein Gerät kauft – und bei iTeufel ist es ja nicht anders.

Beim iTeufel darf man nicht vergessen, dass es preislich in einer anderen Liga spielt. Etwas Spektakuläres habe ich bei so einem kleinen Gerät nicht erwartet (beim Audyssey schon eher, aufgrund der Kosten). Den Experten von Yello lässt man lieber im Regal oder zumindest auf Hintergrundlaustärke, hier kommt auf dem iTeufel weder ein toller Bass, noch ein weiteres Stereopanorama heraus. Andere Tests, die dem Gerät derartiges bescheinigen, kann ich schlichtweg nicht nachvollziehen.

Trotzdem kann manches auf dem iTeufel gut klingen. Eine Live-Aufnahme Gesang plus Gitarre – nichts auszusetzen! Und sogar der Anfang der Peer Gynt-Suite, die Querflöte – perfekt. Kommen die Streicher hinzu, wechselt man doch lieber schnell wieder auf eine große HiFi-Anlage.

Die oberen Mitten klingen schnell recht scharf. Zum normalen Radiohören etc. ist der Sound aber ok, und natürlich übertrifft iTeufel jedes gewöhnliche Küchenradio von ähnlicher Größe.

Fazit: Verschiedene Konzepte, Einsätze und Preise

Auch wenn es angesichts der kritischen Aussagen unlogisch klingt: Das Testexemplar des iTeufel hätte sehr gerne im Wohnzimmer weiterhin stehen und spielen dürfen. Es ist ein dezenter Hingugger in einem weißen Wohnzimmer (siehe Fotos) und für das Nebenbei-Musikhören reicht iTeufel zu genüge. Mit eingebautem Radio und Weckfunktion findet es auch im Schlafzimmer eine Einsatzmöglichkeit – mit und ohne iPod oder iPhone.

Dagegen ist das Audyssey South Of Market auf den Anschluss eines Players angewiesen, ein Radioempfänger ist nicht eingebaut. Für iPhone und iPod touch gibt es einige gute Radio-Apps, die über das Internet die Musiksender streamen.

Wer die aktuell rund für das Audyssey South of Market ausgibt, hat für so ein kleines Gerät wirklich viel Geld ausgegeben. Andererseits erhält er einen für diese Größenordnung bestechenden Klang und Technik.

Mit iTeufel Radio v2 fährt man dagegen preisgünstiger () und flexibler angesichts der Abspielmöglichkeiten, erhält aber nicht so einen ausgefeilten Sound wie bei dem Konkurrenten.

Der Preisunterschied ist hörbar.