Gebt uns das Plastik zurück!

Simon Stich
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Metall, Glas, Plastik. Einer der drei genannten Begriffe hört sich eher minderwertig an, nicht wahr? Doch auch der Kunststoff hat so seine Vorteile. Ein Loblied auf ein hochwertiges Material, das leider unterschätzt wird.

Gebt uns das Plastik zurück!

Von „Plastik“ reden die Hersteller selbst natürlich nicht. Hier wird auch der Begriff Kunststoff heute eher selten in den Mund beziehungsweise mit auf das Datenblatt genommen. Stattdessen werden chemische Bezeichnungen wie Polymere-Irgendwas verwendet, die im Grunde aber nichts anderes bedeuten als Kunststoff. Bei uns Nutzern haben längst andere Materialien das Rennen gemacht. Wer will schon ein „billiges Plastik-Smartphone“, wenn Metalle, schicke Legierungen oder gleich ein Dutzend Glasschichten viel futuristischer Aussehen.

In der Tat, Kunststoff macht optisch weniger her als zum Beispiel die funkelnde Oberfläche eines Honor 9 oder HTC U11. Doch das Material hat Vorteile, die auch die beste Metall- oder Glasmischung einfach nicht bieten kann. Ein gutes Beispiel dafür ist das mittlerweile betagte, aber noch immer heiß geliebte Nexus 5 und (mit Abstrichen) sein Nachfolger Nexus 5X.

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Nexus 5X Unboxing
Smartphone-Konzepte vs. Realität (iPhone 5, Galaxy S5 & Co.)

Was Kunststoff alles kann

Es fühlt sich besser an. Smartphones mit einem hochwertigen Gehäuse aus Kunststoff liegen einfach besser in der Hand. Man hat nicht das Gefühl, einen Metallbolzen oder einen Spiegel zu berühren. Gerade in der kälteren Jahreszeit macht sich das schnell bemerkbar. Kunststoffgehäuse sind subjektiv wärmer als ihre Metall- oder Glas-Kollegen.

Es zerkratzt nicht so leicht.
Klingt eigentlich paradox, aber es stimmt: Obwohl Kunststoff weicher ist, zerkratzen Oberflächen nicht so einfach wie bei Glas- oder Metallgehäusen. Ein Case zu benutzen ist hier Entscheidungssache, während es bei anderen Smartphones Pflicht ist.

Es ist nicht so anfällig für Flecken. Ein Putztuch sollten Besitzer von funkelnden Smartphones am besten immer parat haben, denn schon nach kurzer Benutzung sind die ersten Flecken zu sehen. Fingerabdrücke werden bei Metall und (vor allem) Glas bestens auf der Rückseite des Geräts konserviert, da staunt sogar die Spurensicherung der Polizei. Ganz anders bei hochwertigem Kunststoff – hier sind Flecken deutlich weniger hartnäckig.

Es ist zukunftssicherer. Gehäuse aus Kunststoff erlauben ein drahtloses Aufladen, was ihre Metallkollegen nicht bieten können. In Zukunft könnte noch ein anderer Punkt hinzukommen: Selbstproduzierte Gehäuse aus dem 3D-Drucker lassen bestimmt nicht mehr lange auf sich warten. Ratet mal, aus welchem Material diese bestehen werden …

Metall, Glas, Plastik: Was denkt ihr?

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Welches Gehäusematerial bevorzugt ihr?

Nun seid ihr an der Reihe. Auf welches Material setzt ihr bei Smartphones? Metall, Glas – oder doch auf Kunststoff? Nehmt an unserer Umfrage teil und in einer Woche schauen wir gemeinsam auf die Ergebnisse.

Weitere Themen: Honor 9, HTC U11, Google

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