PlayStation VR: Marktforscher senken Verkaufserwartungen drastisch ab

Marco Schabel
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In diesem Jahr sollte eigentlich die große Virtual Reality-Revolution beginnen. Wie Marktforscher behaupten, läuft diese jedoch selbst im Falle der PlayStation VR nur langsam an und wird am Ende weit von den Erwartungen entfernt sein.

Google Cardboard, Google Daydream und Samsung Gear VR am unteren Ende, PlayStation VR in der Mitte und Oculus Rift und HTC Vive am oberen Ende – wer in diesen Tagen die Erfahrung eines VR-Spiels machen möchte, dem stehen viele Optionen und vor allem Preisklassen offen. Vor allem die Videospielwelt erfreut sich derzeit zahlreicher VR-Spiele, die für manche zwar nicht mehr als nur Demos sind, aber dennoch einzigartige Erfahrungen liefern können. Bereits zu Beginn des Jahres haben Analysten und Marktforscher daher erwartet, dass insbesondere die PlayStation VR weggehen wird, wie warme Semmeln. Von 2,6 Millionen Geräten war damals noch die Rede, teilweise sogar 6 Millionen. Eine Erwartung, die jetzt allerdings drastisch nach unten korrigiert wurde.

PlayStation VR: Benötigt mehr als Tech-Demos um Erfolg zu haben

So geht das Marktforschungs-Unternehmen SuperData mittlerweile nur noch von gerade einmal 750.000 PlayStation VR aus, die bis zum Ende des Jahres einen neuen Besitzer gefunden haben werden. Das liegt vor allem daran, dass Sony in den Augen der Leiterin der VR/AR-Sektion bei SuperData, Stephanie Llamas, die Werbung für die PlayStation VR verbockt hat. Hätte sich Sony damit so bemüht wie im Falle der PlayStation 4 Pro, dann wären auch 2 Millionen Verkäufe möglich gewesen – ganz zu schweigen von der Notwendigkeit einer „Killer-App“, die es derzeit nicht gebe. Die eher seichte Marketingkampagne habe dagegen eher Zweifel bei den potenziellen Käufern aufkommen lassen. Dennoch lasse sich nicht von der Hand weisen, dass die PlayStation VR dennoch erfolgreicher ist als die Konkurrenz. Laut SuperData erreichen HTC Vive und Oculus Rift bis Ende 2016 „nur“ 450.000 beziehungsweise 355.000 Verkäufe.

Was genau die Zukunft für PlayStation VR und Co. bringen wird, muss die Zeit zeigen. Möglicherweise warten viele Kunden auch noch auf günstigere und technisch ausgereiftere Headsets, um die virtuelle Realität zu genießen. Sorgen musst Du Dich aber nicht: Sony betonte bereits Anfang November, dass die Verkäufe „im Plan“ seien.

Quelle: Gamesindustry.biz

Weitere Themen: Oculus Rift, HTC Vive

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