PlayStation VR im Test: Wie überzeugend ist Sonys virtuelle Realität?

Martin Eiser
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Es ist nicht der erste Aufbruch in virtuelle Welten, doch diesmal soll sich die Technik endlich in der breiten Masse durchsetzen: Mit PlayStation VR für die PlayStation 4 springt nun auch Sony auf den VR-Zug auf und liefert erschwingliche Hardware fürs Wohnzimmer. In diesem Test mit Video geht es um die Stärken und Schwächen des Systems, um die ersten Spiele und natürlich um die Frage: Lohnt sich PlayStation VR?

Was ist PlayStation VR?

PlayStation VR ist ein Virtual-Reality-Headset von Sony, das am 13. Oktober 2016 für 399 Euro auf den Markt gekommen ist. Es wurde entwickelt von Sony und unterstützt derzeit ausschließlich die PlayStation 4 und die kommende PlayStation 4 Pro. Zusammen mit der separat erhältlichen PlayStation Camera wird jede Deiner Kopfbewegungen erkannt und in eine Bewegung in einem virtuellen, dreidimensionalen Raum umgesetzt. Du kannst Dich volle 360 Grad frei umschauen und fühlst dich so, als bist du mitten im Geschehen.

Grundsätzlich funktioniert die Erkennung im Raum ganz ähnlich wie schon bei PlayStation Move und auch der Lichtleiste im vorderen Bereich des Dualshock-4-Controllers. Mit Hilfe von neun Lichtpunkten am VR-Headset nimmt die Kamera jede Bewegung wahr – auch dann, wenn Du dich mit dem Kopf umdrehst und nach hinten schaust oder dich im Sichtfeld der Kamera bewegst. Das Visier bietet ein 5,7 Zoll großes OLED-Panel, das im besten Fall eine Auflösung mit 1080p und 120 Hertz ausgibt – 960 x 1080 Pixel je Auge. Verbaut sind außerdem Gyrometer und Beschleunigungssensoren.

PSVR benötigt neben einer PS4 oder einer PS4 Pro lediglich eine PlayStation Camera – für Besitzer der Sony-Konsole gibt es somit vergleichsweise geringe Einstiegshürden. Zum Spielen brauchst Du außerdem einen Dualshock-4-Controller. Einzelne Spiele unterstützen zudem die Bewegungsteuerung mit Hilfe von PlayStation Move. Das bringt mehr Immersion und sorgt für ein intensiveres Spielgefühl.

Gespielt wird vorrangig im Sitzen, aber für einige Titel empfiehlt es sich durchaus zu stehen. Für die Spielumgebung sollten mindestens sechs Quadratmeter freier Platz vorhanden sein, damit es in hektischen Spielsituationen nicht zu Unfällen kommt. Und wer eine Brille trägt, hat übrigens auch mit PSVR nichts zu befürchten: Beim Spielen behältst Du deine normale Brille einfach auf.

PlayStation VR & Gesundheit: Alle Infos zur sicheren Verwendung

Der Aufbau

Ganz so einfach wie die Inbetriebnahme der PlayStation 4 ist PSVR zwar nicht, trotzdem ist der Aufbau ziemlich simpel und mit Hilfe der Anleitung von Sony auch schnell erledigt.

  • VR-Headset
  • Stereokopfhörer
  • Prozessoreinheit
    • HDMI-Kabel
    • USB-Kabel
    • Netzteil mit Netzkabel
    • Anschlusskabel für Headset

Video: PlayStation VR ausgepackt

Um in virtuelle Welten eintauchen zu können, muss zunächst die Prozessoreinheit der PSVR mit der PS4, dem Fernseher und dem Headset verbunden werden. Die kleine Box verarbeitet die jeweiligen Bild- und Audio-Signale und gibt sie weiter. Möglich ist dadurch unter anderem, dass das Sichtfeld der VR-Brille zusätzlich auf dem Fernseher angezeigt werden kann. Dieser sogenannte Social Screen ermöglicht es auch anderen Leuten im Raum, an der Erfahrung teilzuhaben.

Unterstützt werden durch die Box unter anderem auch Ultra HD-Auflösungen. HDR, wie es die PlayStation 4 Pro beherrscht, kann die Prozessoreinheit aber nicht verarbeiten. Für die VR-Erfahrung ist das aber meist sowieso unerheblich, denn ein Fernseher ist nur nötig, wenn wir mit anderen zusammenspielen wollen.

Die VR-Technik ist übrigens noch nicht so weit, dass alles kabellos funktioniert. Das Anschlusskabel ist 4,5 Meter lang und völlig ausreichend für die Distanz, innerhalb der Dich die Kamera mit dem Headset erkennt. Wer das VR-Headset das erste Mal mit seinem Profil auf der PS4 startet, es also einschaltet, muss PSVR außerdem einrichten. Es wird Dir kurz erklärt, wie das Headset aufgesetzt wird und was die beste Position im Raum ist.

Für diese erste Einrichtung sollte man sich etwas Zeit nehmen und vor allem darauf achten, dass keine störenden Lichtquellen und Spiegelflächen im Raum sind – dazu gehören auch glänzende Oberflächen oder Glas. In einigen Fällen soll sogar glänzendes Laminat zu Problemen geführt haben. Es ist daher zu empfehlen, dass zwischen Dir und dem Fernseher keine weiteren Objekte sind. Wer abends spielt, sollte nur wenige Lampen einschalten, die aber nie im Sichtfeld der Kamera sind.

Bei einigen Spielen musst Du eventuell die Kamera neu ausrichten, und deine Position etwas verändern, weil im Stehen gespielt wird. Dafür gibt es dann aber immer zum Spielstart die Gelegenheit. Falls das Bild mal nicht mehr ganz zur aktuellen Position passt, kannst Du es über die Optiontaste wieder zurücksetzen. In seltenen Fällen funktioniert auch das nicht mehr, dann muss das Spiel komplett neu gestartet werden.

Weitere Themen: PlayStation 4 Pro, PlayStation 4

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