Samsung SSD 840 Series: Test Pro vs. Basic im MacBook

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Die Zukunft gehört der SSD (Solid State Drive), dennoch verrichten in der Mehrzahl heutiger Note- und MacBooks noch mechanische Festplatten ihren Dienst. Zeit um aufzurüsten? Eine mögliche Option: Die neue SSD 840 Series von Samsung. GIGA hat sich sowohl die Pro- als auch die Basic-Version angeschaut.

Samsung SSD 840 Series: Test Pro vs. Basic im MacBook

Wer den Neukauf eines neuen MacBooks ins Auge fasst, dürfte meist gleich zur SSD als Speichermedium greifen. Beim MacBook Pro Retina und beim MacBook Air haben mechanische Festplatten schon vollends ausgedient. Nicht wenige Mac-User finden in ihren Mobilrechnern dennoch den langsamen Oldtimer vor. Eine Aufrüstung könnte sich im Angesicht der Vorteile (Performance, Robustheit, Energieverbrauch) also durchaus auch bei älteren Geräten noch lohnen und die Neuanschaffung eines MacBooks verschieben.

Im Marktfeld der SSDs gehört Samsung zu den „alten Hasen“ – man entwickelt seit vielen Jahren die gesamte Technologie (NAND-Speicher, Controller etc.) in Eigenregie und bietet diese vor allem OEM-Partnern (beispielsweise auch Apple) an. Im Endkundengeschäft hingegen fristete Samsung bisher ein Nischendasein. Spätestens jedoch mit der noch aktuellen Samsung 830 Series holte man diesen Rückstand auf. Laut eigenen Angaben erreichte man im Juni 2012 einen Marktanteil von 38 Prozent in Deutschland – kein Jahr zuvor lag dieser noch im einstelligen Bereich.

Noch weiter wachsen möchte man zukünftig mit der erst kürzlich vorgestellten SSD 840 Series. Diese verfügt zwar auch wie die 830 Series über einen schnellen SATA-3-Anschluss, dennoch versprechen Detailänderungen eine bessere Performance.

Modellvariationen Samsung SSD 840 Series: Unterschiede im Detail

Der Kunde hat die Wahl zwischen einer Pro- und einer Basic-Variante. Auf den ersten Blick bietet die teurere Variante zunächst eine jeweils leicht höhere Kapazität im direkten Vergleich mit den Basic-Pendants. Doch ist dies nicht der Hauptunterschied. Dieser ist in der Performance zu finden – wie auch unsere Tests unter Beweis stellten. Erwähnenswert: Auf die Pro-Version vergibt Samsung fünf Jahre Garantie gegenüber drei Jahren in der Basic-Variante.

Beide Modelle der Samsung SSD 840 Series sind im standardisierten 2,5-Zoll-Formfaktor gehalten und sind sehr dünn (sieben Millimeter Bauhöhe) ausgeführt. Ebenfalls unterstützen sie eine umfassende Verschlüsselung (AES 256 Bit Full Disk Encryption), TRIM (bei OS X nur mit einem Trick), Garbage Collection und SATA III (6.0 Gbit/s). Wer sich im Detail für die Performance-Unterschiede auf dem Papier interessiert (IOPS-Werte), dem sei ein Blick in die Datenblätter (siehe Bilderserie) empfohlen.

Bildergalerie samsung-ssd-840-series

Den Leistungssprung schaffen beide Laufwerke unter anderem durch den neuen MDX-Controller. Die Vorgängerserie (830 Series) nutze noch den langsameren MCX-Controller. Dieser basierte auf einer ARM-9-Architektur, der Controller der 840 Series dagegen auf einem ARM Cortex R4 mit höherer Taktung (300 MHz). Die Zahl der Kerne (drei) bleibt hingegen konstant.

Auf Wunsch sind diverse Ausführungen der neuen Serie auch im Kit erhältlich. Darin enthalten zwei Softwaretitel (SSD Magican und Migration Tool) – derzeit nur für Windows, im nächsten Jahr soll es für das Migration Tool auch eine Mac-Version geben –, Strom- und SATA-Kabel, Schrauben und Einbaurahmen und für die leichte Migration der Daten noch ein SATA-USB-Adapterkabel.

Überblick Samsung Series 840 Pro:

  • 512 GB (UVP 579,99 Euro)
  • 256 GB (UVP 269,99 Euro)
  • 128 GB (UVP 149,99 Euro)
  • 64 GB (UVP 99 Euro)

Überblick Samsung Series 840 Basic:

  • 500 GB (449,99 Euro)
  • 250 GB (199,90 Euro)
  • 120 GB (104,99 Euro)

Samsung SSD 840 Series: Test im MacBook Pro

Lassen wir die blanke Theorie hinter uns, wie schnell sind die beiden SSDs tatsächlich? Wir verzichten bewusst auf abstrakte Benchmark-Tools und testen praxisorientiert. Zum Einsatz kommt ein MacBook Pro 17 Zoll (das letzte seiner Art) mit SATA-III-Interface. Der Einbau ist schnell erledigt, im Gegensatz zum MacBook Air und MacBook Pro Retina verzichtet Apple an dieser Stelle glücklicherweise auf exotische Pentalob-Schrauben – ein Kreuzschlitz- und Torx-Schraubendreher sind vollkommen ausreichend.

Bildergalerie einbau-samsung-ssd-840-series

Wie schon bei Elgatos Thunderbolt-Festplatte duplizieren wir in mehreren Durchgängen eine Filmdatei (1,12 GB) – auf diese Weise werden die Laufwerke gleichzeitig beim Lesen und Schreiben gefordert.

Im Ergebnis überzeugt die Pro-Variante ausnahmslos: Nur 4,5 Sekunden benötigt die SSD für diesen Job. Die Basic-Variante hingegen nimmt sich mehr als zwei Sekunden mehr Zeit für dieselbe Aufgabe. Dazwischen ordnet sich mit 5,27 Sekunden ein aktuelles MacBook Pro mit Retina Display ein. Apropos: Auch dieses verfügte in unseren Tests über Flash-Speicher von Samsung – die Südkoreaner konnten also nur gewinnen.

Ein echter Sprung nach vorn, verglichen mit bisherigen SATA-II-Laufwerken, die nahezu doppelt soviel Zeit benötigen. Absolut grotesk wirken gar die 33,82 Sekunden der im MacBook Pro verbauten mechanischen Festplatte.

Fazit: Apfelbeschleuniger

Die Samsung SSD 840 Series überzeugt. Wer das letzte Quäntchen Leistung benötigt, wird um die Pro-Variante nicht umhinkommen. Preisbewusste Tuner können aber beruhigt zur Basic-Version greifen. Auch diese schlägt sich tapfer. Überhaupt: Wer in seinem MacBook noch einen älteren SATA-II-Anschluss besitzt, sollte generell entweder zur Basic-Variante oder im Abverkauf zur 830er greifen – aktuell werden diese Modelle mit hohen Rabatten veräußert (aktuelles Angebot*). Der Grund? Die langsame SATA-II-Schnittstelle könnte die Leistung der Pro-Variante nicht mal annähernd ausnutzen.

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Weitere Themen: Macbook, MacBook Pro


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