Soundfreaq SFQ-01: iPhone-Audiodock im Test

Sebastian Trepesch
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Wer auf Rundungen steht, ist bei Soundfreaq fehl am Platze: SFQ-01 glänzt durch klare Kanten. Wir haben uns das Sounddock für iPhone angeschaut, angehört und eine mysteriöse Klappe unter die Lupe genommen.

Soundfreaq SFQ-01: iPhone-Audiodock im Test

Sounddock für iPhone zwischen Retro und Moderne

Nostalgische Vorbilder hat das SFQ-01 in Bauform und bei den silbernen Drehreglern. Der leichte Anflug von Retro-Design wird durch das orangene Licht im Inneren verstärkt: Es soll eindeutig an Röhrenverstärker erinnern. Insgesamt wirkt das Audiodock trotzdem eher modern, mit klaren Linien, klarer Oberfläche (die Fingerabdrücke begeistert anzeigt) und Touch-Buttons.

Die Fotos auf der Herstellerseite verraten es nicht: In Natura sieht die untere Leiste nach Billigplastik aus. Hier hat der Hersteller an der falschen Stelle gespart – ein Metall hätte die Wertigkeit angehoben.

Bedienung des SFQ-01 und die geheime Klappe

Die silbernen Drehregler sind etwas fummelig. Sie sind für die Anpassung des Klangs verantwortlich. Einmal eingestellt muss daran aber nicht mehr viel gedreht werden.

Lautstärke und Track-Steuerung kann über die Touch-Buttons oder eine Fernbedienung vorgenommen werden. Letztere hat an der Seite ihre Garage bekommen.

Auf der Rückseite findet sich eine unbeschriftete Klappe. Öffnet man sie, kommt ein Bauteil mit der Aufschrift “Do Not Remove” zum Vorschein. Klar, dass gerade diese Aufschrift ein ununterdrückbares Verlangen in uns geweckt hat, eben dieses Bauteil herauszunehmen. Es ist – relativ unspektakulär – der Bluetooth-Empfänger.

Anschlüsse des Soundfreak-Docks für iPhone

SFQ-01 hat ein integriertes iPhone-Dock, und zwar mit dem 30-poligen Anschluss. Das iPhone 5 mit dem Lightning-Stecker können wir hier also nicht hineinstellen – wobei die meisten eh noch ein älteres Smartphone haben dürften, und Apple auch jetzt noch Neugeräte des iPhone 4 und 4S verkauft.

Trotzdem keine gute Investition für die Zukunft? Jein. Wer sich SFQ-01 kauft, wird zukünftige iPhone-Generationen nicht mehr in das Sounddock stellen können. Allerdings können sie (und die Smartphones und MP3-Player anderer Hersteller) über ein Klinke-Kabel (Kopfhöreranschluss zu Aux In) oder per Bluetooth mit dem Soundfreaq verbunden werden. Musik hören ist also weiterhin problemlos möglich.

Klangtest des SFQ-01

Soundfreaq hat zwei 2,75 Zoll Treiber mit Bassreflexröhren verbaut. Über die silbernen Drehregler können Bässe und Höhen verstärkt beziehungsweise reduziert werden

Der Klang ist recht natürlich und angenehm. Ein so tiefes Fundament wie Audyssey und andere (deutlich höherpreisigen) Anlagen bietet SFQ-01 nicht. Deshalb sahen wir in unserem Test den Einsatz eher bei akustischer Musik sinnvoll, als bei elektronischer. Auch einen Peter Fox kann man auf dem iPhone-Sounddock laut aufdrehen. Richtig Punch kommt aber nicht herüber. Eine wandnahe Aufstellung unterstützt das Fundament.

Die Klangeinstellung UQ3 nutzt psychoakustische Effekte, um die Stereobreite zu erhöhen. Musik klingt mit der Einstellung etwas künstlicher und schärfer, aber tatsächlich deutlich offener und etwas lauter. Für manche Musikstile durchaus geeignet.

Das kürzlich getestete sonoro troy hatten wir ebenfalls noch im Büro. Im Klangtest wirkt Soundfreaq eine Klasse offener, mit einem größeren Frequenzbereich.

Soundfreaq SFQ-01 im Test – Fazit

Das Design muss man mögen, und den 30-poligen iPhone-Anschluss brauchen. Dann ist Soundfreaq SFQ-01 ein interessantes Audiodock, das für die (Hintergrund-)Musikberieselung im Schlafzimmer oder im kleinen Wohnzimmer geeignet erscheint.

Preislich musiziert die kleine Station aktuell in einer akzeptablen Klasse. Während der ursprüngliche Preis 229 Euro betrug, ist das schon für rund 180 Euro zu finden.

  • Herstellerwebseite: Soundfreaq SFQ-01

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