Zukunft des Mac: Apples geheime Pläne für Touch Bar, Touch ID und Face ID

Florian Matthey
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Was hat Apple in Sachen Touch Bar, Touch ID und der gesamten Mac-Plattform vor? Die jüngste iMac-Generation hat weder Touchscreen-Leiste noch Fingerabdrucksensor. Ein Ex-Apple-Mitarbeiter meint, Apples Zukunftspläne zu kennen.

Zukunft des Mac: Apples geheime Pläne für Touch Bar, Touch ID und Face ID

Chuq von Rospach, langjähriger Apple-Mitarbeiter und heutiger Blogger, macht sich in zwei aktuellen Einträgen Gedanken darüber, was Apple eigentlich mit der Touch Bar vor hat. Er wirft einige wichtige Fragen auf, die für viel Diskussionsstoff sorgen – und wagt auch einen Blick in die Zukunft.

Warum gibt es kein 15-Zoll-MacBook-Pro ohne Touch Bar?

Stein des Anstoßes war seine eigene Erfahrung bei einem Wechsel von einem MacBook Pro zu einem neuen iMac als primären Rechner. Von Rospach bemerkte zunächst, dass er die Touch Bar überhaupt nicht vermisste. Und auch den Fingerabdrucksensor Touch ID vermisste er weniger, als er vorher erwartet hätte – dank einer Anmeldung über seine Apple Watch musste er sein Login-Passwort ohnehin nie eingeben. Lediglich bei Apps wie 1Password, die Touch ID unterstützen, fehlte ihm etwas.

Der Blogger glaubt, dass Apple mit der Touch Bar eine falsche Strategie verfolgt habe: Das Unternehmen habe sich – anders, als es sonst üblich ist – nicht Gedanken über mögliche Lösungen für Probleme gemacht und diese dann technisch umgesetzt. Stattdessen ist die Touch Bar eine sehr gute Technologie, bei der sich dann aber die Frage stellt, wofür man sie eigentlich benutzen soll.

Denkbar wäre gewesen, dass Entwickler hierfür Antworten finden. Allerdings seien diese bisher wenig gewillt, viel in die Touch Bar zu investieren, da es bislang wenige Macs mit einer Touch Bar gibt. Es stelle sich ein ähnliches Phänomen ein wie beim iPhone-Feature 3D Touch: Dieses gibt es nicht fürs iPhone SE und auch nicht fürs iPad, sodass viele Benutzer von Apps die Technologien Touch Bar und 3D Touch gar nicht nutzen können. Der Aufwand ihrer Integration lohnt sich daher weniger. Letztendlich bleibt eine interessante Technologie also weitgehend unbenutzt. Wie die Touch Bar aktuell – vor allem mit Apple-eigenen Apps – funktioniert, seht ihr in unserem Video:

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MacBook Pro 2016: Touch Bar im Test

Apple habe wohl gemerkt, dass die Touch Bar nicht so sehr eine Erfolgsgeschichte geworden ist, wie man es sich gewünscht hat. Jetzt müsse Apple sich aber Gedanken darüber machen, wie man das ändert. Zukünftige macOS-Versionen könnten die Touch Bar noch aufwerten. Und die Integration in weitere Macs könnte die Verbreitung erhöhen. Sollte sich die Touch Bar aber nicht verbessern, stellt sich die Frage, warum Apple Käufer eines 15-Zoll-MacBook-Pro dieses teure aber für viele nicht so nützliche Feature „aufzwingt“. Von Rospach wünscht sich daher ein größeres Profi-MacBook ohne die Touch Bar.

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