Outland Test - Stylish schwere Lichtgestalt

Tobias Heidemann
5

Vom spritzigen Weltraumshooter zum blutigen Zombiegeschnetzel zum esoterischen Action-Adventure: Man kann nicht gerade behaupten, dass sich Entwickler Housemarque auf einem bewährten Konzept ausruht. Stattdessen schauen sich die finnischen Spieleschmiede fröhlich bei der Konkurrenz um, lassen sich dabei inspirieren und werfen all die gesammelten Ideen in einen Pott. Das Ergebnis: Outland. Die Zutaten: Prince of Persia, Metroid und Ikaruga.

Outland Test - Stylish schwere Lichtgestalt

Wir haben uns in den illustren Download-Titel gestürzt und verraten euch im “Outland” Test, ob der Titel die 800 Microsoft-Punkte wert ist!

“Outland” trägt das Prädikat “künstlerisch wertvoll”

Und was ist das Erste, das unsere von HD-Grafik verwöhnten Augen beim ersten Start von “Outland” erspähen: Die wunderschöne Optik, simpel gehalten, fast ganz in schwarz und doch farbenfroh mit leuchtend hellen Tönen von rot, blau, gelb bis grün, alles wie aus einem Guss. “Outland” trägt das Prädikat “künstlerisch wertvoll” und hängt es sich als Schild um den virtuellen Hals. Zu Recht, denn auch wenn viele Titel aus dem Bereich der Download-Spiele mit stark stilisierter Grafik glänzen, werden wir des Ganzen hier nicht müde.

Wie gut, dass uns “Outland” diese Grafikpracht in den ersten Stages auch noch in vollen Zügen genießen lässt. Da ist das Action-Adventure nämlich noch simpel und einfach, wir rennen vom linken zum rechten Bildschirmrand, vollführen ein paar persisch anmutende Sprünge, mal von einer Plattform zur nächsten, mal von Wand zu Wand – wie der Prinz eben, nur in 2D.

Schon bald hat dieses entspannte Gameplay aber ein Ende, dann kriegen wir nach und nach unsere Spezialfähigkeiten. Allen vorran der Farbwechsel auf Knopfdruck, frei geklaut vom Bullethell-Shooter “Ikaruga”. Fortan können wir manche Plattformen nur betreten, wenn wir blau sind, manche Gegner nur zerschnetzeln, wenn wir die entgegengesetzte Farbe haben und manchen Fahrstuhl nur aktivieren, wenn wir uns ihm anpassen. Kurzum: Sind wir rot, können uns rote Projektile nichts anhaben, außerdem können wir uns auf roten Plattformen bewegen und blaue Feinde umnieten. Und umgekehrt.


Weiterhin kann unser agiler Held auf dem Boden schlittern, stampfen und seinen Angriff aufladen. Dann gibt es da noch besonders mächtige Spezialattacken, deren Einsatz Energie kostet. “Outland” bringt euch zwar relativ gemächlich einen Move nach dem anderen bei – schnell verlangt es von euch aber die hundertprozentige Beherschung all eurer Fähigkeiten. Da kann es schon mal passieren, dass ihr einem Sperrfeuer aus blau-rotem Projektilgeballer ausweichen müsst, während ihr euch auf sich bewegenden Plattformen verschiedener Farben bewegen und zusätzlich noch Feinden ausweichen müsst.

“Outland”:gnadenlos und befriedigend zugleich

Das ist enorm fordernd, gnadenlos, frustrierend und befriedigend, wenn ihr dann schließlich die andere Seite des bunten Potpouries aus Fallen und Spinnen erreicht und den Schlüssel zum Boss des Levels gefunden habt. Der ist in der Regel mindestens zwanzig mal so groß wie ihr und füllt den gesamten Bildschirm mit seinen vernichtenden Angriffen – an dieser Stelle sei erwähnt, dass “Outland” regelmäßig Checkpoints setzt, so dass ihr einem virtuellen Tod nicht lange nachtrauern müsst. Dafür aber oft, wie euch spätestens einige der fiesen Obermotze beweisen werden.


Inzwischen solltet ihr wissen, an welchen Stellen sich “Outland” beim persischen Prinzen und der wilden Dreamcast-Ballerei bedient. Aber wo steckt der “Metroid”-Einfluss? Im Leveldesign, natürlich! Die Story von “Outland” folgt einem linearen Weg, den ihr auch ganz ohne Entdeckerdrang bis zu den Credits folgen könnt.

Weitere Themen: Xbox 360 Controller Treiber, Xbox Store, Xbox Live, E3 2013, E3, Microsoft

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