Kinect für Windows ist da!

Matthias Schleif
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Die von Microsoft ursprünglich für die XBox 360 entwickelte Gesten- und Bewegungssteuerung “Kinect” kommt jetzt auch für Windows heraus. Wie die Redmonder auf der CES im Januar versprochen hatten, gibt es seit dem 01.Februar eine besondere Version der Kinect-Kamera für Windows, die sich geringfügig vom Konsolenmodell unterscheidet. Allerdings richtet sich Microsoft mit diesem Angebot zuerst an “professionelle Entwickler”, wie allein schon der Preis zeigt.

Kinect für Windows ist da!

Stolze 249,- US-Dollar veranschlagen die beiden bisher einzigen Händler, Amazon und Microsoft selbst, für das Windows-Kinect Paket, dem eine deutsche Version erst noch folgen wird. Eine verbesserte API sowie Skelett- und Spracherkennungstechniken wird Käufern ebenfalls versprochen. Dem Ganzen liegt dann noch eine kommerzielle Version des Software Development Kit (SDK) bei, mit dem sich – im Gegensatz zum deutlich günstigeren XBox 360 SDK – auch kommerzielle Software entwickeln lässt.

Eine genaue Liste der Features kann man sich in Microfts Kinect-Blog ansehen. Rein visuell hat sich an der Kinect-Kamera wohl nur die Kabellänge (kürzer) und die Steckerform geändert, so dass nebenliegende USB-Anschlüße nicht mehr verdeckt werden. In einer Meldung weiter unten im Blog wird auch die neue Naherkennung erläutert, die den Einsatz von Objekten ab 40cm Entfernung erlaubt und ebenfalls zum Funktionsumfang gehört. Zukünftig kann man also vielleicht auch den eigenen Körper durch eine Barbie- oder Kenpuppe ersetzen, denn bisher betrug der Mindestabstand zur Objekterkennung ja 80 Zentimeter.

Aber Scherz beiseite, die erst kürzlich zugegebene Erprobung des Kinect-Systems in Notebooks, sowie die heutige Meldung lassen darauf schliessen, dass Microsoft weiter auf das System setzen wird. Ob man auf der kommenden CeBIT dann auch schon Monitore mit eingebautem Kinect finden wird, steht allerdings noch nicht fest.

Was haltet ihr von Microsofts Versuch, die Bewegungssteuerung auf allen möglichen Geräten einzuführen? Unnötige Spielerei oder zukunftsweisende 3D-Bedientechnik? Schreibzt uns eure Meinung in die Kommentare!

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Weitere Themen: Xbox 360, Microsoft

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