Microsoft testet Kinect an Notebooks

Matthias Schleif
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Die Microsoft Kinect-Technologie gehört an der XBox 360 ja schon länger zum Standard, nun soll die Bewegungserkennung auch in modernen Notebooks Einzug halten. Herzstück der Technik ist die spezielle Kinect-Kamera mit Tiefenerkennung, die Anwendern zukünftig auch in der normalen Windows-Umgebung die Bedienung erleichtern soll. Seit einiger Zeit testen die Redmonder bereits verschiedene Prototypen, um den bestmögliche Bedienkomfort zu erreichen.

Microsoft testet Kinect an Notebooks

Der ein oder andere unter euch mag schon bei der Einleitung gezweifelt haben: Microsoft und Bedienkomfort? Das kann ja nix werden. Aber unabhängig von der letztendlichen Umsetzung steht vorerst eh nur fest, daß es einen Versuch zur Markteinführung der Kinect-Technologie auf Notebooks geben wird. Wie Gizmodo schreibt kommen die Test-Notebooks hauptsächlich von ASUS, die sich ja gern an allerhand Entwicklungsprojekten beteiligen.

Technisch scheint das Ganze aber etwas anders umgesetzt zu sein, als an der XBox, denn die Sensoren sind oberhalb des Displays, und eine Leiste mit LEDs unterhalb des Displays, in den Rahmen gebaut, wohingegen im Original alles zusammen in einer kleinen Kiste untergebracht ist. Selbstverständlich wird das System bereits unter Windows 8 getestet, so dass man mit einem zeitgleichen Release des Notebook-Kinect und des OS rechnen kann. Um zusätzliche Kaufanreize für das neue Betriebssystem zu setzen, sicher keine schlechte Idee, denn schließlich handelt es sich um ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

An normalen Desktop-PCs wird die Bewegungserkennung übrigens schon ab diesen Monat (Februar 2012) zum Nachrüsten erhältlich sein, wie Microsoft noch auf der CES angekündigt hatte. Auf der kommenden CeBIT im März wird man dann voraussichtlich auch die Kinect-Notebooks mal antesten können, auch wenn diese zu diesem Zeitpunkt noch nicht käuflich sein werden. Da aber nicht nur ASUS Prototypen für Testzwecke bereit gestellt hat, könnte sich bei dem ein oder anderen Hersteller ein solches auch am Messestand finden lassen. Das zu suchen käme auf dem riesigen Areal in Hannover allerdings der Suche nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen gleich.

Spekulationen, wonach eine Integration der “Raumbewegungserkennung” auch in normale PC-Monitore geplant sei, erteilte Microsft bisher immer eine Absage. Da sie das bis neulich auch immer für Notebooks bestritten haben, steigt die Wahrscheinlichkeit wieder, dass man auch Kinect-Displays auf der CeBIT zu sehen bekommt.

Weitere Themen: Xbox 360, Kinect, Skype, Microsoft .NET Framework 4.6.2, Windows 10, Internet Explorer 11, Microsoft PowerPoint 2016 Download, Microsoft Visio Premium 2010, Windows Device Recovery Tool, Microsoft

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