WiSee: Mit W-Lan ist in der kompletten Wohnung Gestensteuerung möglich

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Der letzte Datenskandal kam von der XBox Kinect. Wie das in Zukunft aussehen könnte, haben wir schon in einem eigenen Video gezeigt. Doch was ist, wenn unser Smartphone unsere Bewegungen erkennt, selbst wenn wir uns nicht im gleichen Raum befinden?

WiSee: Mit W-Lan ist in der kompletten Wohnung Gestensteuerung möglich

Die University of Wahington möchte die Verwendung von Gesten revolutionieren. Man kennt es von PlayStation, Xbox und neuerdings auch von Samsung: Die Gestensteuerung soll uns das Leben erleichtern und uns ermöglichen, mit wilden, heftigen Luftschlägen den Sender zu wechseln oder mit einem Boxschlag einfach ein Telefonat entgegen zu nehmen. Die Xbox One hat mit dem neuen integrierten Kinect System die Messlatte ziemlich weit oben angesetzt. Sie hat nicht nur eine einfache Kamera, sondern erkennt feine Wärmeentwicklungen , daneben ermöglicht ein Skeletal Tracking dem System eine sehr genaue Wahrnehmung des Menschen.

WiSee Gestensteuerung

Wir konnten das System zwar noch nicht testen, doch eine gewisse Fehlertoleranz ist schon vorprogrammiert. Mit der Entwicklung des Systems WiSee könnte das in Zukunft etwas anders werden. Unterschiede im W-Lan Funkfrequenzenbereich kann das System lesen und auswerten. Wenn wir uns durch die Wohnung bewegen, werden W-Lan Signale von unserem Körper abgelenkt. WiSee kann dies lesen und bei bestimmten, vorprogrammierten Gesten eine Aktion durchführen.

Das Besondere: Es ist völlig egal, wo ihr euch befindet. WiSee funktioniert überall dort, wo ihr auch W-Lan Empfang habt. Ob ihr euch also auf Toilette, im Vorgarten oder in der Küche befindet, die Gesten können überall erkannt werden; ein entsprechend starkes W-Lan Signal vorausgesetzt. Dabei wurde das System schon mit bis zu 5 Antennen und 5 verschiedenen Person in einem Raum getestet, alle Gesten wurden korrekt erkannt. Wie man im Video schon erkennen kann, ist das Tracking in diesem Fall äußerst genau. Eine Erweiterung dieser Technologie in kommenden Systemen ist also durchaus denkbar, hier fing mein Kopf an zu arbeiten.

Wenn WiSee auch in einem Smartphone funktioniert, kann dies als portable Gesten-Fernsteuerung aktiv im Alltag genutzt werden. Zusammen mit einer Bit-Pille oder etwa einem elektronischen Tattoo wäre die Authentifizierung gewährleistet, eine “Passwort-Geste” dürfte aber auch ausreichen. Viele Anwendungsbereiche kann ich mir noch gar nicht wirklich vorstellen, doch eine grobe Geste, um ein Telefonat anzunehmen, finde ich doch besser, also über das Telefon zu hovern (Galaxy S4 lässt grüßen).

Damit würde das Smartphone aber noch mehr Akku saugende Rechenaufgaben durchführen, unsere kompletten Bewegungen auslesen und könnte zum nächsten Datenskandal neben der Xbox One mutieren.

Quelle: washington via


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