The Legend of Zelda: Ocarina of Time - Test: Der Systemseller für den 3DS ist da!

Tobias Heidemann
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Zugegeben, bislang blieben die Verkaufszahlen des Nintendo 3DS etwas hinter den hoch gesteckten Erwartungen zurück. Woran das im Detail liegt, kann vermutlich niemand wirklich sagen. Einer der Gründe ist sicherlich das Fehlen eines waschechten "System-Sellers". The Legend of Zelda: Ocarina of Time ist genau das: Ein Spiel, für das alleine der Kauf eines 3DS sich lohnt.

The Legend of Zelda: Ocarina of Time - Test: Der Systemseller für den 3DS ist da!

Nun ist “The Legend of Zelda: Ocarina of Time” also endlich erschienen. Bei dem Spiel handelt es sich zwar “nur” um ein Remake, aber immerhin um das Remake eines absoluten Klassikers, der nicht umsonst immer wieder dann genannt wird, wenn es darum geht, das beste Spiel aller Zeiten zu benennen.

Auch wenn das Spiel streng genommen etliche Jahre auf dem Plastikbuckel hat, zählt die wegweisende Mischung aus Atmosphäre, motivierenden Spielelementen und intelligentem Spielaufbau selbst nach heutigen Maßstäben noch immer zur absoluten Spitzenklasse. Und da Grafik und Steuerung generalüberholt und an die Gegebenheiten des 3DS angepasst wurden, handelt es sich bei “OoT” auch in technischer Hinsicht um ein absolutes Vorzeigeprodukt.

Die 3D-Grafik ist hervorragend gelungen. Sie wartet nicht nur mit einer exzellenten Tiefensicht (ohne gravierend störende Pop-Ups), liebevollen Details und hervorragend animierten Figuren auf, sondern krönt das Spielerlebnis auch mit zahlreichen Extras. So gibt es in bestimmten Umgebungen Perspektivwechsel der Kamera, eine Ego-Sicht (in der ihr euch sogar mit der Bewegungssteuerung des 3DS umschauen könnt), einen fließenden Übergang von Tag und Nacht und sogar bestimmte Witterungen. Es sind solche Extras, die ein sehr gutes Spiel veredeln und zu einem Spitzenspiel machen.
Der Rest des Spiels ist ähnlich edel und sprüht vor Charme, Atmosphäre und cleveren Ideen: Ihr steuert Link, einen jungen Kokiri. Die Kokiri sind ein Volk kindlicher, elfenartiger Geschöpfe, die alle von einer Fee begleitet werden. Sie leben in Abgeschiedenheit. Das ändert sich, als der Hüter des Dorfes, der weise Deku-Baum, Link auf eine wichtige Mission in die weite Welt schickt: Er soll den bösen Ganondorf stoppen.


Die Quest führt Link durch verschiedene Orte und Völker Hyrules, wo die unterschiedlichsten kleinen und großen Aufgaben auf ihn warten. Zwar hat Link auch Schwert, Schild und Schleuder (später sogar einen Bogen), trotzdem steht der Kampf bei den Aufgaben keinesfalls im Vordergrund. Meistens ist vor allem Gehirnschmalz gefragt, denn an vielen Stellen kommt ihr nur durch Überlegung oder Rumprobieren weiter. Selbst die sehr stimmigen Dungeon-Bosse sind dabei weniger durch Knöpfchenakrobatik als vielmehr durch eine richtige Taktik zu bezwingen. Und auch, wenn ihr dabei mal stecken bleibt und nicht auf Anhieb weiterkommt, sorgt dies nicht für in Frustration an die Wand geschmetterte Konsolen: Hyrule ist groß, und an anderer Stelle ist sicher etwas zu erledigen oder erkundschaften. Und im Zweifelsfall locken auch immer noch etliche geschickt in die Welt eingewobene Minispiele zum Zeitvertreib.

Weitere Themen: Legend of Zelda: Skyward Sword

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