Edutainment - Spannung, Spiel und... Matheaufgaben?

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(Denis W.) Lernen oder Laser? Einer der Trends der letzten Zeit in der Gamingbranche sind die sogenannten Edutainment-Games oder Casual-Games.Dr. Kawashimas Gehirnjogging kennt wohl jeder DS-Gamer. Jedoch was wollen die Spieler eigentlich? Gibt es tatsächlich einen großen Markt für Edutainment? Wie wichtig sind solche Games für die Branche und wie wertvoll und bildend sind sie wirklich?

Edutainment - Spannung, Spiel und... Matheaufgaben?

Erst vor kurzem hat Nintendo-Guru Miyamoto verlauten lassen, dass er besorgt über zu viel Gewalt in Spielen sei, und Videospiele eher Nahrung für unsere Seele sein sollten. Vor allem der Nintendo DS sorgt sich sehr um unsere Seele: Ob man einen Hundewelpen großzieht, ein Baby füttert, Englisch lernt, Sudoku spielt, oder gar seine grauen Zellen weg trainiert: Das Angebot für das Wohlbefinden ist groß.

Viele fühlen sich aber bei einem solchen Angebot aber ganz und gar nicht wohl. In einem aktuellen Statement rudert Miyamoto (vermutlich deswegen) wiederum zurück, weil Nintendos Core Gamer nicht erfreut waren über den aktuellen Trend richtung Casual-Games und Edutainment. Vollmundig wurden einige Core-Titel für Wii und DS angekündigt, die aber nicht genauer spezifiziert wurden, da man dieses wichtige Klientel nicht an die Konkurrenz verlieren möchte.

Nicht jeder möchte irgendwelche Matheaufgaben lösen oder Babys füttern, sondern vielleicht auch mal das Schwert und die Railgun schwingen, und sich ein wenig Action zu Gemüte führen..

Passend dazu meldet sich nun Microsofts Neil Thompson zu Wort, der nicht an eine reine Edutainment Philosophie glaubt: Seiner Meinung nach sollen Videospiele in erster Linie unterhalten, und dem Entwickler Geld in die Kassen spielen. Es sei nicht die Aufgabe der Videospielindustrie, Games als Lernplattform zu entwickeln. Zwar gäbe es hin und wieder Überschneidungen, z.B. im militärischen Bereich, aber dies seien eher Einzelfälle, und vor allem Aufgabe der Pädagogen und Regierungen.

Der kommerzielle Aspekt dürfe nicht aus den Augen verloren werden: Was nicht unterhält, verkauft sich schlecht. Nicht jeder Entwickler schaffe einen Wurf wie das bereits genannte “Dr. Kawashima”, denn die meiste Lernsoftware ist aus kommerzieller Sicht eher wenig erfolgreich, da die Entwickler es nicht schaffen würden, diese spaßig und spannend zu machen.

Ist also echte Lern-Software generell “langweilig”? Kann man etwas lernen aus einer Runde “World of Warcraft” oder “Zelda”? Warum soll es so ein Risiko sein, Edutainment zu produzieren? Diesen und weiteren Fragen werden wir heute Abend ab 20 Uhr in “The Show” mit Unterstützung von Markus Schwerdtel, dem Chefredakteur der GamePro, auf den Grund gehen!

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