Valkyria Chronicles - Fantasy-Taktik Made in Japan

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(Colin) Playstation3-Besitzer im Glück: Exklusiv für Sonys schwarze Hightech-Daddelkiste bringt Nippon-Veteran Sega ein meisterliches Taktik-Märchen. Rundebasierte Kriegs-Strategie trifft auf japanischen Kulleraugen-Look – willkommen in der Welt von Valkyria Chronicles!

Valkyria Chronicles - Fantasy-Taktik Made in Japan

Angesiedelt in einer fiktiven Welt in fiktiven 1930er-Jahren handelt das Ganze vom kriegerischen Konflikt zweier Großmächte. Dummerweise liegt der beschauliche Staat Gallia genau zwischen besagten Streithähnen und wird ungewollt in die Schlacht mit reingezogen. Der heimattreue Gallianer Welkin und ein Trupp gleichgesinnter Patrioten machen sich auf, den schurkischen Supermächten den Kampf anzusagen. Und Geschichte zu schreiben…

Tatsächlich ist “Valkyria Chronicles” inszeniert wie ein Geschichtsbuch. Seite für Seite erwarten euch furios inszenzierte (wenn auch teils etwas zu rührselige Zwischensequenzen) samt englischer Sprachausgabe und knackige Missionen. Der Vorteil dieses Aufbaus: Nach Wunsch könnt ihr in dem Schmöker blättern, Einsätze wiederholen oder euch Cut-Scenes erneut ansehen – sehr flexibel.

Auf dem Schlachtfeld selbst werden Erinnerungen an “Advance Wars”, “Fire Emblem” und andere Vertreter des japanischen Taktik-Genres deutlich. Zunächst macht ihr euch auf der zweidimensionalen Übersichtskarte einen Eindruck über Positionen der eigenen und feindlichen Truppen. Anschließend wählt ihr eine zu steuernde Einheit aus. Nun schaltet die Kamera in die Verfolgerperspektive um, und ihr steuert Fußsoldaten, Scouts und Panzer ihren Bewegungspunkten entsprechend persönlich durch die Pampa.

Zu guter Letzt wird dann in der Regel geballert: Je nach dem mit welcher Wumme ihr auf welchen Gegner anlegt, ob aus der Deckung oder im freien Feld, ob gegen gepanzerte oder ungeschützte Feinde usw., ändert sich die Trefferwahrscheinlichkeit. Natürlich seht ihr die wahrscheinlichen Auswirkungen eurer Aktion dabei bereits im Vorfeld – so könnt ihr Zug für Zug die optimale Taktik austüffteln. Im Gegensatz könnt ihr aber nicht zwingend jede Einheit pro Kriegsrunde einsetzen. Jedes Manöver kostet einen Commander-Punkt, von denen ihr pro Runde nur begrenzt zur Verfügung habt.

Doch damit des Tiefgangs nicht genug: Im weiteren Verlauf steigen eure Schützlinge auf und erhalten neue Fertigkeiten. Ebenso locken Waffen- und Ausrüstungsupgrades, Figuren-Lexika, Trainingseinsätze und vieles mehr zum ausgiebigen Austoben abseites der Hauptmissionen. Ihr seht also, trotz putzoger Nippon-Verpackung bietet “Valkyira Chronicles” jede Menge Tiefgang für Konsolen-Generäle.

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