Game-History - Die Metroid-Serie von 1986 bis heute

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(keth) Mit Metroid Prime Trilogy für Wii setzt Nintendo vorerst einen Schlusspunkt unter den Prime-Ast der Metroid-Serie. Während die Retro Studios eine Auszeit von der intergalaktischen Kopfgeldjägerin Samus Aran nehmen, bastelt Nintendo zusammen mit Team Ninja bereits am Nachfolger Metroid: Other M. Doch wie fing die Geschichte eigentlich an? Wie viele Teile der atmosphärischen Serie gibt es bereits? Wir haben es für euch zusammengefasst.

Game-History - Die Metroid-Serie von 1986 bis heute

Ganze 10 Metroid-Spiele sind bisher für die diversen Nintendo-Konsolen erschienen – mit Ausnahme des Nintendo 64 und des Virtual Boys wurde jede Big-N-Hardware mit einem Teil der Serie bedacht. Im Gegensatz zu “The Legend of Zelda” gibt es im Metroid-Universum eine fortlaufende Geschichte, die jedoch nicht chronologisch aufgebaut wurde. Während das ursprüngliche NES-”Metroid” zwar auch in der zeitlichen Abfolge den Anfang der Ereignisse darstellt, ist das bisherige Ende der Story im 2002 erschienenen GBA-Teil “Metroid Fusion” vorzufinden.

Aber fangen wir doch mal ganz von vorne an:

Metroid (1988, NES)

Im August des Jahres 1986 in Japan erschien ein Sci-Fi-Action-Spiel, wie es in dieser Form niemand zuvor gesehen hatte. Stark vom Film “Alien” inspiriert durfte man in “Metroid” als cooler Kopfgeldjäger Samus Aran einen fremden Planeten erforschen. Weltraumpiraten hatten Proben des “Metroid”-Organismus gestohlen, um sie auf dem Planeten Zebes zu biologischen Waffen umzufunktionieren. Da musste natürlich eingegriffen werden!


Elemente eines Jump’n’Shoots wurden geschickt mit denen eines Adventures verbunden: Zahlreiche Wege konnten erst zu einem späteren Zeitpunkt eingeschlagen werden, sobald man den entsprechenden Gegenstand aufgesammelt hatte, der den Gang freiräumte, die Tür öffnete oder einen Geheimgang offenbarte.

Der Name stammt von den berüchtigten Kreaturen des Spiels, enstanden ist er laut dem Produzenten aus den Worten “Metro” und “Android”.

Damals dauerte es noch ganze anderthalb Jahre, bis man auch in Europa in den Genuss des einzigartigen Spiels kam. 1988 war es dann allerdings soweit und auch hierzulande stand den Spielern der Mund offen, als nach einem besonders schnellen Spieldurchlauf offenbart wurde, dass sich unter dem Helm des coolen Weltraumhelden eine Frau verbarg! Nintendo war somit nicht nur der Vorreiter eines Genres, sondern auch wegweisend, was Gleichberechtigung in Videospielen anging.

Über ein spezielles Passwort durfte man das Spiel dann sogar gleich mit Samus ohne Raumanzug spielen. Apropos Passwort: Während das Spiel in Japan für das Disketten-basierte Famicom Disk System erschien, kam es hierzulande nur als Modulversion für das NES in die Läden. Die Folge: Statt komfortablen Speicherständen mussten besagte, recht lange Passworte notiert werden – aus heutiger Sicht ein Ärgernis, damals jedoch der Standard.

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