Warum Doom und Skyrim die wichtigsten Switch-Spiele des Jahres sind

Victor Redman

Die Nintendo Switch hatte ein grandioses erstes Jahr und hat mit Zelda: Breath of the Wild sogar das Spiel des Jahres im Programm. Trotzdem war das nicht der bedeutendste Titel des Jahres. Das Zelda gut laufen würde, war fast klar. Zwei andere Spiele sind bedeutend wichtigere Titel für die Konsole.

Warum Doom und Skyrim die wichtigsten Switch-Spiele des Jahres sind

Erst kürzlich wurde die Hybrid-Konsole Switch vom renommierten TIME Magazine zum Gadget des Jahres gewählt – noch vor Apples iPhone X. Mit Zelda: Breath of the Wild hat Nintendo zudem auch das Spiel des Jahres 2017 im eigenen Lager. Die meiner Meinung nach wichtigsten Spiele des Jahres erschienen allerdings kürzlich für die Switch – sie heißen Doom und Skyrim.

 Im Trailer siehst du, wie sich Doom auf Switch spielt:

Nintendo lässt die Muckis spielen

Auf den ersten Blick wirken beide Veröffentlichungen alles andere als spektakulär: Skyrim hat inzwischen sechs Jahre auf dem Buckel und ist gefühlt auf jeder Plattform unter der Sonne erhältlich, und auch Doom erschien für andere Konsolen bereits 2016. Doch für die Switch bieten die beiden Triple-A-Titel eine Möglichkeit, die Muskeln spielen zu lassen. Dabei zeigt der Hyrbide, dass er wesentlich mehr auf dem Kasten hat als die Kritiker ihm zunächst zutrauten.

Nicht nur das riesige Open-World-Abenteuer Skyrim läuft problemlos auf der Switch, auch die Portierung des wesentlich aktuelleren Doom ist beeindruckend gut gelungen. Natürlich kommen beide Versionen grafisch nicht an die Konkurrenz heran, aber die Abstriche sind weitaus weniger gravierend als befürchtet. Tatsächlich fallen die meisten Unterschiede nur beim direkten Vergleich der verschiedenen Versionen ins Auge – und einige gilt es selbst hier mit der Lupe zu suchen. Wer beide Spiele ohnehin noch nicht kennt, vermisst rein gar nichts.

Dieses Vergleichsvideo zeigt Doom auf Switch und der Xbox One:

Nun steht die Aussage im Raum, wer Skyrim oder Doom zocken will, hätte inzwischen doch mehr als genug Gelegenheit dazu gehabt. Die Realität sieht offenbar anders aus – nicht umsonst gelang beiden Spielen trotz Vollpreis auf Anhieb der Sprung in die eShop-Charts. Sicherlich sind unter den Käufern einige Wiederholungstäter, die beide Titel kennen und sie nun auch unterwegs spielen wollen. Genauso sicher bin ich mir aber, dass viele Gamer auf der Switch zum ersten Mal die Chance haben, in diese Spielwelten abzutauchen. Mir ging es jedenfalls so.

Das erste Mal Doom: Hier gibt's die Bekenntnisse einer Spiele-Jungfrau!

Natürlich waren mir sowohl Doom als auch Skyrim schon lange vor ihrem Erscheinen für Switch ein Begriff, aber ich hatte schlicht nie die Zeit, mich auf sie einzulassen. Als Kind und Jugendlicher hatte ich kein Problem damit, stundenlang in meinem Zimmer vor der Glotze zu sitzen und zu zocken – als Erwachsener fällt es mir weitaus schwerer, Zeit und Ruhe hierfür zu finden. Gleichzeitig sind die Games von heute viel komplexer als meine alten Lieblingsspiele. Ein SNES-Klassiker wie Street Fighter II lässt sich mit ein bisschen Übung in einer knappen halben Stunde durchzocken. In der Zeit komme ich bei Skyrim gerade mal durchs Tutorial oder habe mich in Doom mit Glück durchs erste Level geballert.

Hier wird die Mobilität der Switch zum unschlagbaren Plus. Sie ermöglicht es mir, riesige Spielwelten Stück für Stück zu erkunden und epische Geschichten häppchenweise zu erleben. Dabei kann ich, unabhängig von Speicherpunkten, das Spiel jederzeit pausieren und später an derselben Stelle wieder aufnehmen. Ob dazwischen eine Stunde oder ein Tag liegt, spielt keine Rolle. Ich muss keine Stunden vor dem Fernseher verbringen – ich kann in der S-Bahn schnell ein paar Zombies wegballern oder in der Mittagspause die ein oder andere Quest erledigen. So verwandle ich tote Zeit in Spielzeit – und komme dabei endlich an Spiele heran, die ich eigentlich schon immer mal ausprobieren wollte.

Und so gut macht sich Skyrim auf Switch:

Switch Wars: Rise of the HardCasuals

Während Sony und Microsoft sich weiter darum prügeln, wer die beste Grafik hat, ist Nintendo dabei, sich heimlich, still und leise eine ganz neue Zielgruppe zu erschließen. Ich nenne sie die HardCasuals – Fans, die auf dem laufenden sind und immer Bock auf ein Spielchen zwischendurch haben, aber nicht jeden neuen Titel direkt am Erscheinungstag kaufen müssen. Die Chance, Mobile Games für das Smartphone gegen Top-Titel wie Doom oder Skyrim einzutauschen, nehmen sie allerdings mit Begeisterung an. Dafür verzichten sie auch gern auf die neuste 4K-Optik – Triple-A-Titel unterwegs und zwischendurch zu genießen ist ihnen wichtiger, als die Nasenhaare des Protagonisten zählen zu können. Da die Konkurrenz-Versionen für sie ohnehin nicht in Frage kommen, erübrigt sich der Vergleich von vorn herein.

Die Begeisterung und Kaufkraft der HardCasuals ist es, die ihnen und dem Rest der Switch-Community den Nachschub sichert. Eine erfolgreiche Konsole unterstützt schließlich jeder Entwickler gern. So wird der hoffentlich langfristige Erfolg von Doom und Skyrim mit Sicherheit nicht nur der verantwortlichen Entwicklerschmiede Bethesda auffallen, sondern auch bei anderen Studios bemerkt werden.

Du bist eher ein Gelegenheitsspieler? Hier haben wir die passenden Switch-Spiele für zwischendurch:

Nintendo Switch: Die 5 besten Games für zwischendurch

Eine Switch-Version des aktuellsten Bathesda-Hits Wolfenstein 2: The New Collosus ist bereits für Frühjahr 2018 angekündigt. Auch 2K Games ist nach der erfolgreichen Portierung von NBA 2K18 dabei, ein weiteres brandaktuelles Sportspiel fit für den Hybriden zu machen: Noch dieses Jahr sollen Wrestling-Fans WWE 2K18 auf ihrer Switch zocken können. Und falls die ebenfalls jüngst erschienene Neuauflage von LA Noire gut läuft, wird auch Rockstar Games die Nintendo Switch zukünftig sicher in ihre Pläne mit einbeziehen.

Sollte dieser Trend anhalten, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Switch-Versionen aktueller Top-Titel zeitgleich mit den Konkurrenz-Versionen erscheinen, womit Nintendos Hybrid-Konsole nochmal einen gewaltigen Schritt voran getan hätte. 2018 verspricht ein weiteres gutes Jahr für die Switch zu werden – und das ist wohl auch den HardCasuals zu verdanken.

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