OUYA: Android-Spielkonsole wird mit Root-Anleitung kommen

Amir Tamannai
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Das Team hinter der aktuell heiß diskutierten OUYA-Spielkonsole hat ja bereits viel versprochen, unter anderem, dass ihr Produkt „die erste völlig offene Konsole“ werden soll. Ein Teil dieses Versprechens wurde gerade eingelöst, denn die Entwickler haben verlauten lassen, dass sie allen Käufern eine Rootanleitung zur Verfügung stellen werden.

OUYA: Android-Spielkonsole wird mit Root-Anleitung kommen

Nochmal kurz zur Erklärung für alle, die nicht so firm im Android-Modder-Glossar sind: Mit Root erhält der Nutzer auf Smartphones, Tablets und eben auch Konsolen mit Googles Mobile-OS Zugriff auch auf Systemdateien; auch die, die aus Sicherheitsgründen normalerweise unzugänglich sind. Damit lassen sich zahlreiche Zusatzfunktionen durchführen.

Das Gute an dem Weg, den die OUYA-Macher wählen, nämlich den Root-Zugriff jedem Nutzer bei Bedarf und nach eigenem Ermessen zu ermöglichen, ist, dass Einsteiger und Otto-Normal-Nutzer eben eine „sichere“ Hardware erhalten, während fortgeschrittene User und Entwickler alle Möglichkeiten einer freien Konsole haben – wie das Team auf Kickstarter versprochen hatte. Das Team wird außerdem auch Anleitungen und Software respektive ROMs bereitstellen, um gerootete Konsolen wieder in den Auslieferungszustand zu versetzen.

Damit bleibt OUYA definitiv weiterhin ein interessantes, wenn auch kontroverses Projekt: Kollege Frank hatte euch vor zwei Wochen ja bereits ein paar Argumente für und gegen den Erfolg des Projekts aufbereitet. Darüber hinaus könnte auch der Open Source-Charakter der Konsole zum Fallstrick werden – schon werden Stimmen laut, die OUYA als offenes Tor für Software-Piraten bezeichnen, gerade wegen der Offenheit und der damit fehlenden Kontroll- und Sicherheitsmechanismen.

Wenn man bedenkt, dass Software-Piraterie unter dem recht offenen Android-OS tatsächlich ein Problem für App-Entwickler darstellt – ein Fakt, der erst gestern wieder am Beispiel von Madfingers Dead Trigger deutlich wurde –, so sind diese Befürchtungen nicht ganz von der Hand zu weisen.

Es bleibt also nach wie vor abzuwarten, was aus OUYA wird – so viel Licht das Projekt im Vorfeld ausstrahlt, so viel Schatten wird sich auch im Laufe der Zeit finden. Wir sind weiterhin gespannt auf das finale Ergebnis.

Slash Gear [via Android Community]

Dieser Artikel ist ursprünglich auf androidnext.de erschienen. androidnext und GIGA ANDROID sind jetzt eins. Mehr erfahren.

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