Old-School-Action ausgegraben: The Red Star (PS2)

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(Colin) Eigentlich hätte der rote Stern ja schon vor einigen Jahren am PlayStation2-Himmel aufgehen sollen. Doch dann musste Publisher Acclaim Insolvenz anmelden. Als Folge wechselten diverse angekündigte Titel zu anderen Herstellern, "The Red Star" jedoch verschwand in der Versenkung.

Old-School-Action ausgegraben: The Red Star (PS2)

Bis jetzt! Denn Take 2 hat sich glücklicherweise die Rechte an dem Shooter-Spaß gesichert und das Teil Ende April in bundesdeutsche Läden gestellt – zum Sparpreis von knapp 20 Euronen. Basierend auf einer gleichnamigen Comic-Serie entführt Euch “The Red Star” in einen virtuellen Krieg gegen eine fiktive russische Despotenmacht. Das Spiel selbst entpuppt sich als gewitzer Mix aus Prügel- und Ballerspiel.

Ein bis zwei Heroen ziehen durch die mal horizontal, mal vertikal scrollenden 3D-Levels und vernichten alles, was ihnen an Gegnergesocks in Reichweite kommt. Entweder macht Ihr Cyber-Krieger im Nahkampf mit scharfer Klinge nieder (enorm praktisch bei beschildeten Bösewichten), oder ballert sie aus sicherer Entfernung nieder. Munition haben die drei kaufbaren Wummen zwar unendlich an Bord, dafür solltet Ihr auf die Temperaturanzeige von MG, Flammenwerfer und Schrotgewehr achten. Einmal überhitzt, müsst Ihr den Todbringer erst einige Sekunden auskühlen lassen, eher weiter gewütet werden darf.

Praktischerweise aktiviert zudem auf Knopfdruck ein Schutzschild, das zwar kaum feindliche Projektile aufhält, gegen Nahkampfattacken aber beste Dienste leistet. Steuerungstechnisch gibt’s darüber hinaus noch eine Auflock-Funktion (rechte Schultertaste) und die Möglichkeit nur die Schussrichtung einzustellen, ohne die Spielfigur zu bewegen (linke Schultertaste plus Analog-Stick). Die durchdachte Steuerung solltet Ihr beherrschen, denn in späteren Levels geht’s bei “The Red Star” ziemlich zur Sache. Vor allem bei den kugelspuckenden Zwischen- und Endbossen ist punktgenaues Ausweichen bitter nötig, wollt Ihr nicht den Game Over-Screen sehen. Besonders Fans von “Gradius”, “Raiden”, “R-Type” und ähnlichen Shootern dürften dabei ihren Spaß haben.

Wenngleich das SciFi-Spektakel optisch und inhaltlich weder besonders aufregend noch innovativ daher kommt, macht “The Red Star” dennoch Spaß. Wer auf klassische, schnörkellose Action-Kost mit Spielhalleneinschlag steht, dürfte mit 20 Euro keine Fehlinvestition tätigen. Heute Abend legen Felix und ich gemeinsam los.

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