Volle Deckung: Mit SOCOM Nr. 4 auf dem PS2-Schleichpfad.

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(Colin) Sonys hauseigene Söldner-Saga ist nicht totzukriegen. Nach drei stationären Einsätzen und einem PSP-Ausflug, begeben sich die Seals auf ihre wohl letzte Mission auf der guten alten PlayStation 2. Willkommen in der Welt von Combined Assault!

Volle Deckung: Mit SOCOM Nr. 4 auf dem PS2-Schleichpfad.

Als Entwickler Zipper Interactive die stahlharten Spezial-Soldaten anno 2002 zum ersten Mal in den Anti-Terror-Einsatz schickte, staunte die PS2-Welt nicht schlecht. Anspruchsvolle Taktik-Gefechte samt Team-Kontrolle und Spracherkennung via USB-Headset – so etwas hatte die Konsolenwelt bis dato noch nicht gesehen. Speziell aber das Multiplayer-Potenzial sollte “SOCOM U.S. Navy Seals” zu einem internationalen Hit machen. Bis heute stehen die strategischen Team-Scharmützel (und die der Nachfolger) ganz oben in der Gunst der PS2-Online-Community.

Fünf Jahre und diverse Sequels später hat sich daran wenig geändert. Und das ist zum einen schön, zum anderen aber ganz schön enttäuschend. Vor allem optisch wirkt “Combined Assault” in Zeiten von “God of War II” altbacken. Niedrige Auflösung und häufige Ruckeleinlagen machen (auch) das neueste “SOCOM” nicht gerade zu einem Hingucker. Dafür erfreut die gewohnt gute Soundumgebung mit interaktiver Klassikkulisse und guter Sprachausgabe.

Spielerisch hat sich vor allem gegenüber dem direkten Vorgänger nicht viel getan. Wie gehabt steuert Ihr direkt nur den Teamleader, die übrigen drei Kollegen übernimmt die CPU. Kommandos wie ‘Feuer frei!’, ‘Position halten’ oder ‘Zone Überwachen’ schreit Ihr entweder direkt ins Headset-Mikro (funktioniert mit etwas Übung ganz gut) oder gebt sie per Joypad ein. Die Solo-Missionen lassen Euch in Sachen Durchführung viele Freiheiten. Weitläufige Areale und unzählige Wege garantieren Planungsflexibilität für emsige PS2-Planer.

Speicherpunkte gibt es keine. Dafür dürft Ihr bei automatisch aktivierten Kontrollpunkten wiedereinsetzen, sollte Eure Mannschaft mal in Gras beißen. Online-Zocker (bis zu 32 Mann ziehen in den Kampf) freuen sich über die Möglichkeit, die Einsätze mit bis zu vier Kollegen auch kooperativ anzugehen. Frustgefährdete Spielnaturen seien allerdings gewarnt. Die schwankende Gegner-KI sorgt oftmals für ganz schön Frust: Mal schießen Euch die Schurken auf 1000m Distanz mit der AK-47 das linke Auge aus, mal übersehen sie Euch, obwohl Eure Jungs quasi direkt daneben stehen. Ob “SOCOM U.S. Navy Seals” etwas für Euch ist? Seht selbst, heute Abend ab 22h im Konsolenbereich.

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