Mirror's Edge - Straßenfeger für PS3 und 360

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(Maxi) Die schwedischen Entwickler von DICE konnten sich mit der Battlefield-Reihe bereits einen Namen machen. Nun wagen sich die Skandinavier an ihr nächstes großes Projekt mit dem Namen Mirrors Edge. In der Welt von Mirrors Edge steuert ihr den Runner Faith. Eine junge Frau die es sich zur Aufgabe gemacht hat illegale Botengänge durch eine namenlose Stadt zu bestreiten.

Mirror's Edge  - Straßenfeger für PS3 und 360

Diese Stadt wurde nämlich durch die totalitäre Regierung zu einem klinischen Ort der Kontrolle ummodelliert. Die Straßen werden rund um die Uhr von Kameras überwacht. Nur die Dächerlandschaften der Stadt bieten genug Freiraum für die Runner. Einer Gruppierung junger Athleten die im Namen ihrer Auftraggeber gewisse Päckchen transportieren.

Das ganze Spiel läuft in der Ego-Perspektive ab. Wie wir alle wissen ist der Vorgang des Springens, gerade in Ego-Shootern ein sehr heikles Thema. Wir erinnern uns mit Grauen an die Sprungeinlagen in Spielen wie “Turok” oder “Call of Juarez”. Aber “Mirror’s Edge” ist so frech und baut genau darauf seine komplette Spielmechanik auf. Als Vorbild dient nämlich nicht etwa eine normale Ballerorgie, sondern die aus Frankreich stammende Trendsportart Parkour.

So bewegt ihr euch fließend auf Dächern, hangelt an Stangen oder rutscht unter Hindernissen hindurch. Die Steuerung ist DICE wirklich sehr gut gelungen und das reale Vorbild aus dem Sportbereich wurde perfekt in die virtuellen Sphären transportiert. Dadurch fühlt sich das Spiel am Anfang erfrischend neu an. So etwas hat es noch nicht gegeben in der modernen Gaming-Landschaft.

Auch der grafische Stil erzeugt ein Setting das man so in noch keinem Spiel gesehen hat. Die gesamte Welt ist sehr stark im klinischen Weiß gehalten. Farbe ist hier nur ein Stilmittel. Wichtige Elemente in der Spielumgebung werden kurzerhand komplett in rot dargestellt. Durch das Drücken der Kreis-Taste (auf der 360 die B-Taste) wird die Kamera auf den nächsten Zielort fixiert. Das Ziel verliert ihr somit niemals aus den Augen. An vereinzelten Stellen könnt ihr auch zwischen verschiedene Arten der Wegbeschreitung wählen. Nehmt ihr den Weg über die Röhre oder lauft ihr ganz normal über die Dächer zum nächsten Zielort?

Diese Entscheidungsfreiheit bleibt im weiteren Spielablauf allerdings eine Illusion. Ein Großteil der Levels sind sehr linear gehalten. Immer wieder ertappt man sich selbst bei dem Gedanken “Wie schön wäre es einfach so durch die Straßen zu laufen”. Diese Freiheit bleibt einem allerdings verwehrt. Ein weiteres Manko ist das starke “Trail & Error”-Aufkommen. Ihr werdet öfter an Situationen scheitern die ein mehrmaliges Wiederholen erfordern weil ihr eine Millisekunde zu langsam reagiert, oder zum falschen Zeitpunkt die falsche Taste gedrückt habt.

Alles in allem gehört “Mirror’s Edge” zu den innovativen Titeln in diesem Jahr. Jeder Gamer der etwas auf sich hält, sollte diesem Produkt eine Chance geben. Falls ihr unschlüssig seid kann euch geholfen werden. Es gibt nämlich sowohl auf dem PlayStation-Store als auch auf dem 360-Marktplatz eine spielbare Demo.

Wenn ihr mehr bewegtes Bildmaterial sehen wollt, solltet ihr heute um 23:30 bei GIGA GAMES KONSOLE BIG einschalten.

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