Sony - PS3-Hacker graf_chokolo geht ins Gefängnis

Jonas Wekenborg
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Der deutsche Hacker “graf_chokolo”, bürgerlich Alexander Egorenkov, geht ins Gefängnis. Nach dem Gerichtsstreit gegen Sony kann er sich weder die Gerichtskosten noch die Schadensersatzforderungen leisten und muss dafür nun einsitzen.

Sony - PS3-Hacker graf_chokolo geht ins Gefängnis

Für wen das alles schon zu lange her ist, dem frischen wir noch einmal das Gedächtnis ein wenig auf: graf_chokolo hatte versucht über einen Hack an der PlayStation 3 die Firmware so zu manipulieren, dass man das Betriebssystem Linux wieder installieren konnte. Sony hatte kurz zuvor die Funktion offiziell entfernt.

Dafür wird laut Gericht eine Schadensersatzforderung von einer Million Euro fällig, die sich der Hacker nicht leisten konnte, allein die Gerichtskosten, die er tragen musste, machten ihn schon bettelarm. Da blieb kein weiterer Ausweg als der Gang hinter schwedische Gardinen.

Auf seiner Website schreibt er: “Aber ich bin bereit für alles einzustehen, was ich sagte und auch dafür ins Gefängnis zu gehen. Es ist nicht wichtig zu gewinnen. Viel wichtiger ist es, ihnen zu zeigen, dass man zu kämpfen bereit ist und so einfach können sie mich nicht einschüchtern.”

Er sagt weiterhin, dass er seine Arbeit weiterführen will, nur wissen wir aus sicheren Quellen, dass man, auch in Anbetracht der Umstände, im Gefängnis keine PlayStation 3 zur Verfügung gestellt kriegt.

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