Gestern hat Sony die neue Hochleistungskonsole PlayStation 4 Pro vorgestellt, die noch im November erscheinen soll. Auch Microsoft hat die Präsentation gesehen und zeigt sich angesichts der Xbox Scorpio und gar der Xbox One S eher unbeeindruckt.

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Wenn die PlayStation 4 Pro im November erscheint, ist sie mit ihren offiziell bestätigten 4,2 Teraflops die stärkste Heimkonsole auf dem Markt. Unbeeindruckt ist dagegen die Konkurrenz von Microsoft, die im Herbst 2017 eine noch stärkere Konsole auf den Markt bringen wollen, die unter anderem eine Grafikleistung von 6 Teraflops bietet: Die Xbox One Scorpio. So gab der Leiter des Produktmanagements bei Microsoft, Albert Penello, zu verstehen, dass selbst die bereits veröffentlichte Xbox One S, die etwas bessere Leistung als das Standardmodell bietet, in mancher Hinsicht eine funktionalere Konsole ist, als die PlayStation 4 Pro. Zum Beispiel deswegen, weil sie bereits jetzt 4K-Upscaling und HDR bietet und auch über ein 4K UHD-Laufwerk verfügt – was der teureren PlayStation 4 Pro fehlen wird. Auf Twitter wurde sogar damit geworben, dass die Xbox One S das gleiche bietet, wie die PS4 Pro und dabei noch 100 Euro weniger kostet.

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Xbox Scorpio soll die PlayStation 4 Pro in den Schatten stellen

Auch die Xbox Scorpio soll mit einem 4K UHD-Laufwerk ausgestattet werden und soll noch dazu eine deutlich bessere Hardware bieten, als die PlayStation 4 Pro. Dafür hat Letztere aber einen zeitlichen Vorteil von etwa einem Jahr und kostet nur 400 Euro, während die Xbox Scorpio Gerüchten zufolge deutlich mehr kosten soll. Zwar wollte Penello keinen Preis nennen, jedoch will Microsoft sicherstellen, dass der Leistungsunterschied zur PlayStation 4 Pro demonstriert wird und dabei ein sinnvoller Preis gewählt wird. Mit anderen Worten: Wenn die Xbox One Scorpio letztlich erscheint, soll sie die Konkurrenz von Sony in den Schatten stellen. „Der Leistungsunterschied wird offensichtlich sein“, gab Penello dazu zu verstehen.

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Im Rücken hat er dabei die Tatsache, dass die Microsoft-Konsole zumindest auf dem Papier 43 Prozent stärker sein soll, als die Konkurrenz. Aus diesem Grund spiele auch der zeitliche Vorsprung keine Rolle. Zudem würde die Arbeit der Entwickler an der PS4 Pro auch einen positiven Einfluss auf die Entwicklung für die Scorpio haben. Beruhigend wirkt sicher auch die Tatsache, dass die PlayStation 4 Pro gar nicht in der Lage sein soll, native 4K darzustellen, sondern die Bilder nur hochrechnet, was sich bei einer letzten Betrachtung der Technik-Freaks von Digital Foundry auch zum Teil bestätigt haben könnte. Mit ihren 6 Teraflops könnte die Xbox Scorpio schon eher dazu in der Lage sein.

Erscheinen soll die Xbox Scorpio aber erst im Herbst 2017. Die PlayStation 4 Pro dagegen wird schon am 10. November den Handel erreichen. In beide Fällen gilt, dass alle erschienenen und künftigen Spiele auf allen Xbox One- und PlayStation 4-Modellen laufen sollen, auch wenn sich die Entwickler für Exklusivspiele für die neuen Modelle einsetzen.

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