Schleichspion auf PSP: Metal Gear Portable Ops

Leserbeitrag
41

(Colin) Zweimal ist Konami-Oberagent bereits auf der PSP umher geschlichen. Doch keines der beiden "Acid"-Abenteuer konnte eingeschworene "Metal Gear"-Fans so richtig überzeugen. Taktische Kartenscharmützel statt spannungsgeladener Stealth-Action – dieser Inhaltswechsel war nicht nach jedermanns Geschmack. Jetzt kehrt Snake ein drittes Mal auf Sonys Taschenspieler zurück.

Schleichspion auf PSP: Metal Gear Portable Ops

Sechs Jahre sind seit den Ereignissen von “Snake Eater” (PS2) vergangen. Sechs Jahre, in denen sich Konamis Oberschleichspezi eigentlich von seiner FOX-Vergangenheit lösen wollte. Doch dann kommt alles anders. Eine abtrünnige Splittergruppe der Fuchsfraktion entführt den einäugigen Agenten auf eine russische Militärbasis. Ihr Ziel: Unter Leitung ihres Obergurus Gene, einen allmächtigen Soldatenstaat aufbauen. Aber Snake gelingt die Flucht. Mit einer Hand voll Überläufer macht er sich an die Vereitelung der impertinenten Pläne.

Im Gegensatz zu den “Acid”-Einsätzen ist “Portable Ops” wieder als vollwertiges “Metal Gear” konzipiert. Will heißen: Snake schleicht, metzelt, ballert, sprengt und rätselt sich durch allerlei feindverseuchte Schauplätze. Und mehr noch: Auf der PSP ist der Konami-Veteran nicht alleine unterwegs. Nach und nach rekrutiert Ihr über 100 Mitstreiter aus den Reihen des Gegners. Wie das läuft? Einfach k.o. schlagen oder mit der Betäubungspistole ins Reich der Träume schicken, zum Einsatzlastwagen schleppen und schon laufen die wieder erwachten Ex-Schurken nach ein paar Tagen in der virtuellen Gefangenschaft zu Euch über.

Nicht nur Fußsoldaten, auch Mediziner und Spione lassen sich so auf die eigene Seite ziehen. Die Zwangsverpflichteten haben dabei nicht nur den großen Vorteil, dass sie im Gegensatz zu Snake weitestgehend unbehelligt im Feindesgebiet umherwandern können. Auch verfügen die Kollegen je nach Profession über individuelle Talente, die Euch im Kampf gegen die Irrenarmee maßgeblich helfen. Ganz wichtig: Während der Missionen dürft Ihr jederzeit zwischen den Team-Mitgliedern wechseln, um deren Fähigkeiten optimal auszuspielen.

Für weniger Begeisterung sorgt hingegen die Kameraführung. Die Perspektive muss stets mittels Analog-Stick bzw. Digi-Kreuz (je nachdem, womit Ihr den Helden selbst kontrolliert) nachgebessert werden, was ständiges Umgreifen erfordert. Audiovisuell gibt sich das Epos dafür keine Blöße. Stimmig texturierte Missionsgebiete, gute Polygon-Modelle, flüssige Bildrate und ein epischer Soundtrack zaubern großes Kino aufs PSP-Display. Die obligatorischen Zwischensequenzen mit englischer Sprachausgabe kommen allerdings im speicherschonenden (aber äußerst gelungenen) Comic-Look daher.

Wenngleich der Stealth-Aspekt in Zeiten von “Splinter Cell” etwas hausbacken wirkt, kann “Metal Gear Solid: Portable Ops” dank spannender Story und frischem Rekruten-Feature dennoch überzeugen. Snake-Fans werden definitiv ihren Spaß haben, alle anderen sollten heute Abend um 22h den Stream bzw. das TV-Gerät aktivieren.

Quiz wird geladen
Bist du ein PlayStation-Experte? (Quiz)
Auf welchen Termin fällt die Erst-Veröffentlichung der PlayStation in Japan?

Neue Artikel von GIGA GAMES

GIGA Marktplatz