Doch statt den dritten Teil über Sonys Schwarzen Riesen jagen zu lassen, hat es diesmal die PSP eiskalt erwischt.
Während die großen Vorbilder zeigten, was die PS3 drauf hat, muss sich auch die PSP-Version nicht verstecken. Die Grafik ist einfach sensationell. Eine perfekte Weitsicht, viele Details wie Zuschauer am Streckenrand oder nette Berge im entfernten Hintergrund und eine fast schon überflüssig gute Sonne machen MS Arctic Edge zu einem echten Augenschmaus. Auch das einigermaßen passable Schadensmodell kann sich sehen lassen, so sehen Crashs wirklich nett aus und auch während dem Rennen kann es durchaus mal vorkommen das man eine Motorhaube oder eine Tür verliert.
Verlorene Teile liegen dann meistens auch noch in der nächsten Runde da, wo man sie verloren hat – was ebenfalls noch in der nächsten Runde zu sehen ist, sind die Spuren die ihr und eure Gegner im Schnee hinterlassen.
Eine Neuerung im Gegensatz zu den großen Versionen ist es, dass man die Fahrzeuge optisch verändern kann. So schaltet man im Spielverlauf immer wieder neue Felgen, Scheinwerfer, Spoiler und viele andere Sachen frei, mit denen man dafür sorgen kann, dass kein Fahrzeug dem anderen gleicht.
Während man die Fahrer bei geschlossenen Fahrzeugen nur zu Gesicht bekommt, wenn sie durch die Windschutzscheibe fliegen, sieht man sie in ihrer vollen Pracht auf dem Motorrad, dem Quad oder dem Schneemobil. So sieht man aber auch noch, dass sie viele lustige Faxen machen, wenn man die Hupe betätigt. So zeigt man den Gegnern eiskalt den Stinkefinger oder schubst sie von ihren Fahrzeugen.
Die Hupe kann jedoch auch noch ein paar andere Sachen. So kann man, an der richtigen Stelle benutzt, Lawinen oder einen Steinrutsch auslösen.
Mit insgesamt 24 Fahrzeugen muss man sich über die 12 spiegelbaren Strecken kämpfen und dabei in den 100 Events seine Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Dabei rast ihr durch verschneite Canyons, matschige Löcher oder an vereisten Bergspitzen entlang.
Wie schon aus den großen Vorbildern bekannt gibt es auf jeder Strecke mehrere Routen, die nicht unbedingt mit jedem Fahrzeug befahrbar sind.
Also müsst ihr weise aus den 8 Fahrzeugklassen wählen. Mit dabei sind: Motorräder, Quads, Schneemobile, Buggys, Rallyautos, Geländewagen, Pistenraupen und Lastwagen.
Daher sollte man immer wissen, was man seinem Fahrzeug zumuten kann.
So kämpft sich ein Lastwagen deutlich besser durch tiefes Wasser als beispielsweise ein leichtes Motorrad. Mit den Lastwagen sollte man sich aber auch vorsehen, da diese eine Eis-Brücke zum Einsturz bringen können, worüber ein kleines Quad nur lachen kann. Rallyautos dagegen mögen eher flache Untergründe, während sich ein kleiner Buggy überall durchwühlt.
Einsteigerfreundlich beginnt das Spiel relativ einfach, damit man sich an die Fahrzeuge und Strecken gewöhnen kann. Etwas schwieriger wird es erst bei ungefähr der Hälfte des Spiels.
Die Events bestehen aus klassischen Rennen, Checkpoint-Rennen, bei denen man von Tor zu Tor fährt und jedes mal ein paar Sekunden mehr Zeit bekommt. Und dann gibt es da noch die Zeitbomben-Rennen, bei denen man je nach Platzierung während des Rennens Punkte bekommt – wer als erster 999 Punkte hat, gewinnt.
Manchmal ist die KI total fies, wenn die Computergegner euch mit einem LKW einfach platt machen. Doch stellenweise hätte man auch gerne etwas anspruchsvollere Gegner.
Da das ganze Spiel wie ein Festival aufgebaut ist, sieht man auf manchen Strecken immer wieder kleine Bühnen oder riesige Türme mit Lautsprechern. So ist der Soundtrack sehr wichtig. Zu fetziger Musik von The Prodigy oder The Hives lohnt es sich also, Kopfhörer aufzusetzen.

Das ganze wird dann auch noch mit einem 6-Spieler-Onlinemodus gekrönt, der selbst bei schlechter Leitung ein ruckelfreies Spielerlebnis bietet. So kann man auch ohne Probleme die Designs der anderen Spieler betrachten.
Alles in allem ist Motorstorm Arctic Edge ein tolles Offroad-Erlebnis, welches die PSP zum Glühen bringt. Tolle Grafik, super Strecken und ein spannendes Rennerlebnis machen MS Arctic Edge zu einem Pflichtkauf für Fans der Serie. Und auch jeder PSP-Besitzer sollte es sich durchaus mal überlegen. Daher bekommt das Spiel 8 von 10 Punkten – Daumen hoch!
