Farewell, Snake: Metal Gear Solid 4 im Gamescheck

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(Colin) Butter bei die Fische: Heute stellt sich das vielleicht wichtigste PS3-Spiel des Jahres unserem unbestechlichen Gamescheck. Wie gut ist Snakes Abschiedsabenteuer wirklich?

Farewell, Snake: Metal Gear Solid 4 im Gamescheck

An “Metal Gear Solid” scheiden sich die Geister. Für die einen ist es die perfekte Symbiose aus Film und Spiel. Andere betrachten die Konami-Saga seit PSone-Zeiten als aufgeblähtes Zuguck-Abenteuer mit magerem Spielspaßgerüst. Um ehrlich zu sein, zählte ich bislang eher zu letzter Gruppe. Getreu dem Motto: “Wenn ich einen Film sehen will, gehe ich ins Kino.”

Doch die Zeiten haben sich geändert. Oder “Metal Gear Solid”. Oder mein Geschmack. Wie auch immer, Teil 4 von Hideo Kojimas Lebenswerk hat mir überraschenderweise Spaß gemacht – und zwar richtig. Aber woran liegt’s?

“Guns of the Patriots” stellt uns einen sichtlich gealterten Solid Snake an die Seite, der dem Tode nahe noch einmal zu einer letzten Mission aufbricht. Über Storytwists, Helden und Schurken sei an dieser Stelle aus Spannungsgründen der Mantel des Schweigens gelegt. Nur soviel: So ziemlich alle Charaktere der vielteiligen “Metal Gear”-Saga erleben in der ein oder anderen Form ein Comeback. Die meisten offenen Fragen aus 20 Jahren Seriengeschichte werden beantwortet. Und wer dennoch Probleme hat, der hochkomplexen Geschichte zu folgen, der lädt sich im Playstation-Store einfach die umfassende Datenbank zur Konami-Reihe runter – für lau.

Doch auch Greenhorns dürften die Geschehnisse in Episode 4 hoch spannend finden. Das garantiert die atemberaubende Inszenierung, die den Vergleich mit Hollywood endgültig nicht mehr zu scheuen braucht. Vorausgesetzt Ihr habt kein Problem damit, 20 Minuten am Stück das Pad aus der Hand zu legen. Und diese Geduld wird Euch nicht gerade selten abverlangt: Um die 20 Stunden braucht man, “Metal Gear Solid 4″ das erste Mal durchzuzocken. Gefühlt über die Hälfte davon geht für das Betrachten der Zwischensequenzen drauf.

Aber wie gesagt, genau diese cineastische Schlagseite hat mich früher gestört, in Teil 4 habe ich sie (zumindest größtenteils) genossen. Egal ob brachiale Action-Szene, einstimmendes Missionbriefing oder emotionaler Rührdialog – dank phänomenaler Figurenmimik, exzellenter englischer Sprecher, toller Kameraführung, exzellentem Schnitt und einem nahezu perfekten Drehbuch ist es Konami gelungen, statt passiver Langeweile aktives Mitfiebern beim Zuschauer zu erzeugen. Kurzum: Die Inszenierung von “Metal Gear Solid 4″ ist State of the Art und Messlatte für alle künftigen Videospiele.

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