Dance Dance Revolution - New Moves - Test: Pünktlich auf der Matte stehen

Tino

In den grell erleuchteten Spielhallen Japans vollbringen Teenager auf Konamis Tanzmatten Wahnwitziges. Geschmeidig bewegen sie sich zum Rhythmus der Spielautomaten und bewältigen mit ihren Händen und Füßen fast schon beiläufig die gestellten Aufgaben. Das sieht nicht nur ziemlich cool aus, es scheint auch wirklich Spaß zu machen. Ob der digitale Dancefloor auch vor dem heimischen Fernseher brennt, verrät unser Test.

Dance Dance Revolution - New Moves - Test: Pünktlich auf der Matte stehen

Schweiß auf der Tanzfläche: Die DDR-Matte brennt
Es ist nicht das erste Mal, dass Konami uns einen kostenpflichtigen Tanzkurs auf der PlayStation anbietet. Bei “Dance Dance Revolution” handelt es sich um die Fortsetzung der ehemals als “Dancing Stage” bekannten Tanzspielreihe, die das altbekannte Spielprinzip seiner Zeit in Europa etablierte. Von unten nach oben laufende Pfeile müssen zur richtigen Zeit durch Fußberührung aktiviert werden. Je nach ausgewähltem Schwierigkeitsgrad werden unterschiedliche Ansprüche an das Timing und die Beinarbeit gestellt. Was als gelangweiltes Gestampfe auf die zu aktivierenden Richtungstasten beginnt, artet später in schweißtreibende Körperchoreografie aus.


Der Zusatz “New Moves” kündigt die neu integrierte Unterstützung von Sonys Move-Motion-Controllern an. Ein bedeutender Schritt für die Serie; hat das wilde Gefuchtel mit der Bewegungsleuchte bisher doch vor allem im Bereich der zugänglichen Partyspiele sein Publikum gefunden. Die Vorrausetzungen für einen Erfolg der tanzbaren Revolution sind also durchaus gegeben.

Ob sich Konami mit der Umbenennung der Serie in Deutschland einen Gefallen getan hat, bleibt allerdings abzuwarten. Beim erwartungsvollen Auspacken der mitgelieferten “DDR-Tanzmatte” hielt sich der Glamourfaktor jedenfalls in Grenzen.

Die drucksensible Hardware macht bei ihrer Entfaltung einen gut verarbeiteten Eindruck und lässt sich via USB unkompliziert an die PS3 anschließen. Auch die Übertragung der Signale war im Test nahezu fehlerfrei. Die haftgeschichtete Unterseite soll unfreiwillige Rutschpartien in die Vitrine verhindern. Zumindest auf den einfachen Schwierigkeitsgraden gelingt ihr das auch recht gut – dringt man in schnellere Tanzgefilde vor, erhöht sich mit der Schlagzahl hektischer Tanzbewegungen auch die Gefahr erniedrigender Exkursionen auf die eigenen vier Buchstaben. Wer aber in der Hitze des Gefechts etwas Vorsicht walten lässt, der ist immer auf der sicheren Seite des Dancefloors.

Nach Anschluss der Matte kann es ohne Umschweife direkt losgehen. Geometrische Figuren und zwei tanzenden Schatten sind die einzigen Akteure in einem überaus nüchtern aufbereiteten Intro. Bedenkt man, dass es sich bei “Dance Dance Revolution – New Moves” um ein Spiel handelt, das Club-Feeling und Tanzekstase stiften möchte, sind diese ersten Bilder ein ziemlicher Spaßverderber.

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