Die Wege des iPads sind unergründlich

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Wo ist mein iPad? Viele Besteller haben bereits eine Woche vor der offiziellen Auslieferung des iPads am kommenden Freitag eine Versandbestätigung per E-Mail erhalten. Das hat die Hoffnung geweckt, das iPad könnte vielleicht bereits vor dem 28. Mai bei ihnen eintreffen. Auch ich hoffte. Doch die Hoffnung trügt offensichtlich. Die Geräte lagern zwar bereits bei den Logistikfirmen, werden aber noch nicht ausgeliefert. Die meisten zumindest. Und allem Anschein nach versucht Apple zu verhindern, dass die Kunden nachvollziehen können, wo sich ihr iPad gerade befindet.


Hoffnung keimte am Samstag auf. Eine Mail war eingetroffen, von Apple. “Sehr geehrte(r) Johannes Eber”, so hieß es darin, “wir freuen uns, Ihnen den Versand Ihrer Bestellung bestätigen zu können.”

Das iPad war auf dem Weg zu mir! Fast eine Woche vor dem 28. Mai, dem offiziellen Deutschland-Start des iPads (wir berichteten). Sollte das iPad vor dem Verkaufsbeginn bei mir eintreffen? Schließlich braucht es doch meist nur ein oder zwei Tage bis Post beim Empfänger ankommt. Aber: Von wo werden die iPads eigentlich zugeschickt? Direkt aus China, wo sie produziert werden? Oder lagern sie bereits in Deutschland?

Freundlicherweise hat Apple einen Link in die Mail gepackt. “Verfolgen Sie ihre Sendung online”, heißt der.

Prima. Ich klicke… und lande auf der Startseite des US-amerikanischen Apple-Stores. Keine Angabe zur Versendung des iPads weit und breit. Nein, da wollte ich nicht hin.

Ich klicke mich zum deutschen Apple-Store, logge mich ein und schaue mir meinen Bestellstatus an. Dort steht, was ich bereits aus der Mail weiß, nämlich, dass das iPad am 22. Mai verschickt wurde. Hinter der Formulierung “Voraussichtliche Lieferzeit” findet sich keine Angabe, nichts.

Ich begebe mich auf die Suche. Logistikunternehmen bieten ja mittlerweile den Service, dass man verfolgen kann, wo sich eine Sendung gerade befindet. Aber wer liefert mir eigentlich das iPad? DHL, UPS, TNT? Apple hat sich darüber in der Mail ausgeschwiegen. Außerdem braucht man für das Tracking einer solchen Lieferung einen Code. In der Mail von Apple befindet sich zwar eine “Liefer-Referenznummer” und eine “Bestellnummer”. Wie ich aber später herausfinden werde, taugen beide nicht für das Tracking des iPad-Pakets.

Ich steige in die Tiefe der Foren hinab. Dort erfahre ich: Die iPads werden von zwei Logistikfirmen verschickt: TNT und UPS. Manchen iPad-Bestellern ist es bereits gelungen ihr Gerät zu orten. Einer schreibt, dass sein iPad direkt aus Shenzhen in China geliefert werde, ein anderer berichtet, sein iPad lagere gerade in Hongkong. Meine Hoffnung schwindet das iPad vor dem 28. Mai zu erhalten. Mittlerweile wäre ich schon froh, es käme pünktlich.

Mein Kollege macht mich auf ein schickes Programm aufmerksam. Es stammt von Junecloud und heißt Delivery Status.

Man kann es im Browser bedienen, sich als Widget auf den Desktop laden oder es als App auf seinem iPhone iPod oder iPad (!) installieren. Das Programm verfolgt Lieferungen aller bekannten Logistikfirmen. Ich probiere die beiden Nummern aus meiner Mail bei den Firmen TNT und UPS. Kein Treffer!

Ein letzter Versuch. Auf der Bestellseite im Apple-Store finde ich unter dem Text “Voraussichtlicher Liefertermin” einen Code.

Ich teste noch einmal bei TNT und UPS. Treffer! UPS verschickt mein iPad, erfahre ich. Und: Es lagert zur Zeit in Prag. Allerdings werde ich auch gewarnt: “An unforeseen event has occured”, heißt es auf der Tracking-Seite, “which could result in a change to the Scheduled Delivery Date”.

Owe. Ja, ich bin froh, wenn mein iPad pünktlich am Freitag bei mir abgeliefert wird. Von Prag bis Berlin, das sollte doch bis dahin zu machen sein.

PS: Wie ich sehe, haben andere mehr Glück…..

Update 27.05. 12.34 Uhr: I got it!!! :-)

Bild: Roguelazer, “Shipping”. Some rights reserved. Flickr.

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