PlayStation Network - Milliardenklage aus Kanada

Jonas Wekenborg
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Es geht hoch her bei Sony. Während man Spieler überall auf der Welt mit kleinen Geschenken befrieden will, Privatdetektiv-Kanzleien anheuert, um auf Hackerjagd zu gehen und ohnehin das PlayStation Network nicht zum Laufen bringt, kriegen sie nun noch eins mehr auf den Deckel.

PlayStation Network - Milliardenklage aus Kanada

“Ob das noch was ausmacht?” werden sich nun einige von euch fragen. In der Tat, denn bei der Klage geht es um eine Milliarde kanadische Dollar als Schmerzensgeldzahlung.

Die Kanadierin Natasha Maksimovic, 21 Jahre jung, wohnhaft in dem wohlklingendem Örtchen Mississauga bei Ontario und langjährige PlayStation-Nutzerin verklagte den Konzern nun auf stolze umgerechnete 705 Millionen Euro Schmerzensgeld.

Die Begründung klingt recht plausibel. So sagte sie: “Wenn man einer riesigen multinationalen Firma wie Sony nicht mehr zutrauen könnte, seine persönlichen Daten zu schützen, wem sollte man dann überhaupt noch trauen?” Weiter unterstellte sie dem Konzern, dass er sich mehr um die Sicherheit seiner Spiele sorge, als um die seiner Kunden.

Der Beweggrund ist verständlich und ihr Ziel ebenso. Denn die Kanadierin möchte mit der Zahlung des Schmerzensgelds die “seelischen” Schmerzen aller betroffenen PSN-Nutzer bereinigen. Ob es sich dabei um wirklich alle, oder nur die kanadischen User handelt, ließ sich aus Maksimovics Aussage nicht entnehmen.

Fraglich ist nun, wieviel Erfolg die von ihr beauftragte Rechtsanwaltskanzlei McPhadden Samac Tuovi LLP aus Toronto bei diesem Unterfangen haben wird. Durchgehen lassen sollte man so etwas nicht.

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