Opoona - Knuddel-RPG für die Wii

Leserbeitrag
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(Micha) Nachdem ich nun großartig in der Redaktion verkündet habe, dass ich ein Fan von Final Fantasy 7 bin, wurde mir doch direkt aufgetragen, ein weiteres Japan-RPG zu testen. Da ich aber noch im Rollenspiel-Fieber war, nahm ich diese Aufgabe dankend an. Mit Opoona erwartet uns also ein Nippon-Abenteuer im Knuddellook. Was mich anfangs abgeschreckte, war dass das Game für die Wii erscheint – ich soll also mit Nunchuck und Wiimote vorm TV rumzappeln? Na, das ist ja nicht so mein Ding.

Opoona - Knuddel-RPG für die Wii

Aber ich wurde eines besseren belehrt! Denn “Opoona” verzichtet komplett auf die Wiimote. Ihr könnt das komplette Spiel nur mit dem Nunchuk spielen. Ausser kleinen Einstellungsmöglichkeiten, wie der Kamerabewegung – die werden mit der Wiimote gehandhabt.

Das RPGs von einer guten Story leben, ist jedem klar. Also bin ich gespannt auf “Opoona” zugegangen. Was wird mich erwarten? Eine komplexe Geschichte à la “Final Fantasy”? Leider nicht, denn das Spiel ist, wie man es von einer Wii erwartet, für die kleineren Spieler programmiert worden. Mit einem USK-Rating von sechs Jahren ist nicht nur der Knuddellook angepasst, sondern auch die dichte der Story wurde dementsprechend einfach gehalten.

Ihr seid mit eurer Familie in den Weiten des Weltraumes unterwegs zu einem Familienausflug. Während der Reise wird euer Raumschiff jedoch angegriffen, und ihr müsst in Rettungskapseln fliehen. Da aber nur pro Kapsel ein Familienmitglied sicher flüchten kann, wird die Familie getrennt. Deine zwei Geschwister sowie Eltern siehst du also so schnell nicht mehr wieder. Auf dem Planeten Landroll landet ihr also und findet euch in einem Krankenbett wieder.

Von dort aus beginnt eure Geschichte, ihr werdet herzlich von den Bewohnern der Stadt Tokione empfangen und gepflegt. Eure Eltern jedoch haben den Abstürz nicht ganz so gesund überlebt, sie befinden sich noch in einer Krankenstation. Also nutzt ihr die Zeit bis sie genesen, um euch fortzubilden. Ihr wählt einen Beruf aus und schlendert durch die weite Welt von Landroll. Dieser Planet ist genau in der Hälfte geteilt, in Gut und Böse. So seid ihr also auch mit diversen Gefahren konfrontiert. Böse Schurken müssen besiegt werden, so erlangt ihr mehr EXP und könnt euren beruflichen Werdegang als Ranger weiter ausüben.

Im Laufe der Zeit findet ihr auch eure Geschwister wieder, die euch natürlich im Kampf unterstützen. Eigentlich wartet ihr ja nur auf die vollständige Genesung Eurer Eltern, jedoch bekommt ihr nebenbei auch noch die Aufgabe die Welt zu retten. Ausserdem wollt ihr ja noch wissen, wieso ihr eigentlich abgestürzt seid.

Betraut mit dieser Aufgabe reist ihr also durch die Galaxie und sucht nach Antworten. Natürlich kann man die komplette Story nicht in fünf Zeilen packen. Auch wenn es ein Kinder-RPG ist, braucht man mit Sicherheit einige Stunden Zeit, um die komplexe Welt zu erkunden. Meine Wenigkeit verzweifelt immer noch an dem großen Gebäude und seinen tausend Gängen, in dem wir uns am Anfang des Spieles befinden.

Dennoch ist Opoonia ein gutes Spiel! Für RPG- und Wii-Fans defintiv ein Muss, schließlich gibt’s aktuell nicht grad viele Vertreter dieses Genres auf der Nintendo-Konsole. Alle anderen können sich heute Abend ein Bild machen, wenn ich mich in die Cell-Shading animierte Welt von “Opoona” werfe.

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