Rache ist blutig: Scarface im Games Check (Wii)

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(Colin) Bereits im letzten Jahr zog Griesgram-Gangster Tony Montana gegen die PS2- und Xbox-Konkurrenz zu Felde. Jetzt kommen auch Wii-Besitzer in den Genuss des gelungenes "GTA"-Ablegers. Und damit nicht genug: Auch die brandneue Demo zum kommenden PS3-Knaller Heavenly Sword wird heute live angezockt!

Rache ist blutig: Scarface im Games Check (Wii)

Und wie es sich für eine zünftige Umsetzung – leider – gehört, haben die Entwickler an der Wii-Version gegenüber den Original-Fassungen nicht all zu viel geändert. Von der Steuerung einmal abgesehen. Nach wie vor handelt es sich bei “Scarface: The World Is Yours” um eine Art direkte Fortsetzung des wetberühmten Brian-de-Palma-Kinostreifens. Dort beißt Miamis Obergangster Tony Montana zwar in einem furiosen Finale ins Gras. Im Spiel geht die Story aber etwas anders weiter. Tony alias Al Pacino kann dem Mordkommando entkommen, flieht in die Einsamkeit und macht sich ein paar Monate später daran, sein zertrümmertes Imperium wieder Stück für Stück aufzubauen. Und hier kommt Ihr ins Spiel.

Wer als Gangster sein Geld verdient, der darf nicht zimperlich sein. Entsprechend ist sich auch Tony für keinen Job zu schade. Kurierfahrten, Drogenverkäufe, Attentate, illegale Straßenrennen, Schutzmissionen undsowoweiterundsofort stehen fortan auf dem Karriereplan. Das Ganze hört sich nicht nur nach “Grand Theft Auto” an, es spielt sich auch ganz ähnlich. Per Pedes oder mittels diverser fahrbahrer Untersätze erkundet Ihr also fortan das virtuelle Miami der 80er-Jahre, erfüllt Hauptaufträge und auf Wunsch zig Nebenmissionen.

Wie gesagt, am eigentlichen Abenteuer wurde so gut wie nichts geändert. Leider auch nicht an der Technik. “Scarface” zeigt sich optisch zwar auf solidem PS2-Niveau, auf der Wii wäre aber sicher weit mehr drin gewesen. Dank toller Sprecher, extrem rüder (englischer) Dialoge sowie dem coolen 80er-Jahre-Soundtrack kommt dabei dennoch scheußlich-schöne Krimiatmo auf.

Auch die Wii-Steuerung funktioniert an und für sich recht gut. Mit dem linken Analogstick steuert Ihr den Anti-Helden, die Fernbedienung dient zum Zielen und Umschauen, was dank vier Empfindlichkeitseinstellungen auch ganz gut funktioniert. Dennoch wirkt das Ganze ab und an ganz schön überladen. Aber wie heißt es so schön? Man gewöhnt sich an alles. Insgesamt ist “Scarface” somit allen Wii-Besitzern mit “GTA”-Faible zu empfehlen. Nicht zu letzt, da die Konkurrenz in diesem Genre praktisch nicht vorhanden ist.

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