Retro-Action mit der Wii: The Last Ninja 2 & Paradroid

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(Colin) Früher war alles besser? Nicht unbedingt, zumindest nicht alles. Heute präsentieren wir Euch zwei C64-Klassiker von denen einer auch nach über 20 Jahren noch Gaudi macht, der andere hingegen leider ein Musterbeispiel für Kindheitsverklärung ist.

Retro-Action mit der Wii: The Last Ninja 2 & Paradroid

Wie? Nur zwei Spiele? Wer sich angesichts der mageren Ausbeute wundert, darf nicht vergessen, dass wir ab 23h das große 360-Special abfahren. Thema der Sendung: Die liebsten Online-Games der GIGA-Kollegen. Mit dabei unter anderem: “Battlefield: Bad Company”, “Halo 3″, “Call of Duty 4″ und “GTA IV”. Mehr dazu im Artikel zur Sendung. Nun aber zurück zur Retro-Action.

The Last Ninja 2
Zu seligen 8-Bit-Zeiten gehörte System 3s Schattenkriegersaga zu den kommerziell erfolgreichsten C64-Spielen überhaupt. Über 3 Millionen Exemplare der dreiteiligen Reihe wanderten für den Brotkasten weltweit über die Ladentheken. Teil 2 galt bei viele Kritikern und Fans als Höhepunkt. Doch das war 1987…

…20 Jahre später hat sich die Welt der virtuellen Bildschirmunterhaltung verändert. Und zwa extrem. Entsprechend fühlt sich “The Last Ninja 2″ anno 2008 hoffnungslos veraltet an. Durch 6 isometrisch angelegte Szenarios wie Central Park oder Abwasserkanäle gilt es den letzten Ninja zu lotsen. Simple Rätsel und zahlreiche Kämpfe machen das Überleben schwer. Am schlimmsten aber sind Perspektive und Steuerung. Schaurige Sprungpassagen und hakelige Keilereien sorgen für Frust oberhalb der Schmerzgrenze. Mehr dazu ab 22h, 500 Wii-Punkte ist das Ganze allerdings definitiv nicht wert. Im Gegensatz zu unserem nächsten C64-Oldie.

Paradroid
Mit Highlights wie “Uridium” oder “Alleykat” zählte Andrew Braybrook zu den talentiertesten C64-Programmierern überhaupt. Sein Meisterstück stellt der Roboterthriller “Paradroid” aus dem Jahr 1985 dar. Weniger wegen der zweckdienlichen Optik als vielmehr aufgrund des zeitlos genial-eigenwilligen Spieldesigns hat die Bitmap-Perle bis heute fast nichts von seiner Faszination eingebüßt.

Eure Aufgabe: Auf einer Raumstation haben böse Roboter die Kontrolle übernommen. Ihr müsst alle Decks von der Bleckplage säubern. Das geht ganz einfach per gezielter Laserattacke, ist so auf Dauer aber nicht effizient. Denn: Die Robofieslinge werden mit aufsteigender Nummer immer mächtiger. Nummer 999 ist das absolute Königsmodell, Ihr startet mit – ein Tusch! – Fabrikat 001 die Aufräumaktion.

Glücklicherweise lassen sich feindliche Stahlkollegen übernehmen, indem Ihr sie via Mini-Spiel hackt. Und genau diese Mixtur aus Action und strategisch cleverem Hacken macht auch heute noch jede Menge Spaß. Warum genau, das erfahrt Ihr ab 22h.

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