Review - Deadly Premonition

Leserbeitrag
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Mit Deadly Premonition kam im Oktober ein Exklusivtitel für die Xbox 360 heraus. Das Spiel bekam bei IGN eine Wertung von 7.5, im Gegensatz zur Seite Destructoid. Auf dieser Gamingwebsite erreichte das Spiel die volle Punktzahl von 10. Doch was hat dieses geheimnisvolle Spiel zu bieten, das die Spielergemeinde spaltet?

Previously during the investigations

Bei Deadly Premonition dreht sich alles um das friedliche Dorf Grennvale. Doch so friedlich geht es dort in letzter Zeit nicht zu. Als eine Frau aufgeschlitzt, an einem Baum hängenden aufgefunden wird, ist die örtliche Polizei sofort alarmiert. Ihr schlüpft in die Rolle des FBI Special Agent Francis York Morgan, der sich für den Fall interessiert und so nach Greenvale kommt.

Mehr will ich gar nicht zur Story erzählen, da diese das spannendste am gesamten Spiel ist und ich euch keineswegs spoilern möchte. Es sei nur gesagt, dass man der Handlung gut folgen kann, da diese zudem am Ende jeder Episode noch einmal aufgerollt wird, ähnlich wie bei Alan Wake. Please call me York. That’s what everyones call me.

Das Besondere an Deadly Premonition sind wohl die schrägen und gut gemachten Charaktere. Unser Hauptprotagonist York Morgan ist zum Beispiel eine ganz eigene Figur. Zum einen stellt er sich jeder Person der er begegnet immer auf die gleiche Weise vor. Das wohl mysteriöseste an ihm ist, dass er immer mit einer 2. Persönlichkeit spricht namens Zach. Als ob das nicht genug wäre, liest er aus seinem Kaffee um so Hinweise zu finden.

Aber nicht nur der Hauptcharakter ist sehr eigen, da wäre zum Beispiel Harry Stewart, der eine Gasmaske trägt und nur kommuniziert, indem er es seinem Butler ins Ohr flüstert, der den Wortlaut von Stewart dann wiedergibt.

Zudem sind die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren sehr gut geworden. So sind die Sheriffs aus dem Dorf erst skeptisch über die Anreise von einem FBi Agent, im Verlauf des Spieles ändert sich dies aber. Natürlich dürfen Zwischenmenschlichkeiten hier auch nicht fehlen.Resident Evil Klon?

Natürlich begegnet ihr auf der Suche nach dem Mörder auch Feinde, diese sind in Deadly Premonition sogenannte Schatten, diese bewegen sich wie Zombies, können sich jedoch sehr schnell fortbewegen. York muss nun mit einem großen Waffenarsenal diesen Gegnern den Gar ausmachen.

So stehen euch neben Pistole, Maschinenpistole, Schrotflinte und andere derartige Schusswaffen auch Nahkampfwaffen zur Verfügung. So gebt ihr den Schatten eins mit der Schaufel über die Rübe und haut mit der Brechstange zu. Das Kampfsystem ist stark an Resident Evil 4 angelehnt, ihr zielt und könnt euch dabei nicht bewegen.  Die Kämpfe sind meist relativ eintönig, den Kopf anvisieren und dann Feuer!

Trotzdem sind die Feinde echt toll gemacht, allesamt sehen sie aus wie der Joker aus der Batmanreihe und zudem geben sie gewöhnungsbedürftige Laute von sich.

Aber nicht nur Ballern gehört zu euren Aufgaben, das Spiel ist als Openworldspiel ausgelegt. So fahrt ihr mit Autos durch ganz Grennvale und erledigt Nebenmissionen. Kleine Autorennen und Sammelgeheimnisse dürfen da auch nicht fehlen. Durch den Openworldaspekt wird das lange Autofahren manchesmal zur Qual, dennoch findet man sich nach einigen Stunden Spielzeit gut im Dorf zurecht. Wenn man aber doch mal nicht weiter weiß, kann einem die Karte helfen, dennoch ist diese sehr schwer einsehbar, da es einen sehr begrenzten Zoom gibt.Ist das für Xbox 360 oder Gamecube?

Wenn man nur nach der Grafik geht, könnte man echt denken, dass dieses Spiel für den Nintendo Gamecube oder die Playstation 2 programmiert wurde. Unscharfe und verschwommene Texturen, hölzerne Animationen, gurselige Gesichtsanimationen und so weiter. Soundtechnisch bekommt ihr auf der einen Seite nicht viel geboten, da besonders die Waffensounds und Autos inakzeptable Sounds von sich geben, auf der anderen Seite bekommt ihr klasse Musikuntermalung. Hier einige Beispiele:

Die Synchronsprecher sind allesamt okay und wenn man einmal in die Welt von Deadly Premonition abgetaucht ist, sieht man über diese Mängel vielleicht hinweg.

Perle oder Mist?

Die obenstehende Frage müsst ihr selber beantworten, indem ihr dieses Spiel spielt. Ich konnte immer über die Mängel hinweg sehen, da dieses Spiel einen von der Story und der Atmosphäre her fesselt wie kein anderes. Natürlich ist dies Ansichtssache, da die einen dieses Spiel als Survival Horror ansehen wollen, obwohl das Spiel so etwas nicht sein will. Gruselig ist es nur einige Male, dennoch bietet dieses Spiel über 20 Stunden Spielzeit und es ist ein Low Budget Titel, den man für 30 Euro oder billiger bekommt.

In meinen Augen haben die Entwickler mit Deadly Premonition eine Perle erschaffen, da die Geschichte meisterhaft erzählt wurde und ich nach dem Durchspielen das Gefühl, dass ich zufrieden bin. Deadly Premontion ist Geschmackssache!

Weitere Themen: Xbox 360 Controller Treiber, Xbox Store, Xbox Live, E3 2013, E3, Microsoft

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