Die Xbox One will Indie sein und den RAM in drei Teile aufspalten

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Innerhalb der letzten Woche ist bekannt geworden, dass jede Xbox One die Möglichkeit hat, eine Entwicklerkonsole zu werden. Das ist insofern interessant, als dass vielen Indie-Entwicklern bisher ein spezielles Dev-Kit verweigert wurde, da entweder Microsoft kein Interesse an einem einzelnen Entwickler hatte oder schlicht das Geld dafür fehlt. Außerdem wird der Arbeitsspeicher der Konsole in drei verschiedene Teile geteilt, damit das System sowohl stabil als auch durchgehend flüssig erscheint.

Die Xbox One will Indie sein und den RAM in drei Teile aufspalten

Microsoft Xbox One: Die Indie-Konsole

Bislang war es ein großes Problem, mit wenigen Ressourcen für eine Konsole zu entwickeln. Einerseits stand anfangs die Distribution der Spiele-Einheiten im Weg, da musste zunächst ein Publisher gefunden werden und Ein-Mann-Projekte waren da dann sowieso schon zum Scheitern verurteilt, und dann war da noch das Problem mit den Entwickler-Geräten. Die sogenannten Dev-Kits sind schwierig zu erhalten, da jedes einzelne Gerät ein spezielles Branding hat und die Firmware möglichst nicht in falsche Hände geraten soll. Um dennoch eins zu erhalten, stellt sich ein schwieriger und teurer Prozess ein und bis dann ein einzelner Entwickler so ein Gerät erhalten hat, wurde das Spiel auch noch nicht optimiert. Kurzum, die Entwicklung  für Konsolen stellt sich für die meisten Entwickler oftmals als schwieriges Unterfangen dar.

Die neue Xbox One möchte das in Zukunft ändern, da der Indie-Markt boomt und Microsoft möchte keinesfalls der Entwicklung im Weg stehen. Alleine am Beispiel von Angry Birds ist zu sehen, wie drei Studenten ein Millionenprojekt auf die Beine gestellt haben und daraus ist eine Firma mit mehr als 500 Angestellten entstanden. Ähnliche Erfolge haben schon die Entwickler hinter einem Minecraft, ein Super Meat Boy oder der Let’s-Play-Klassiker Amnesia: The Dark Descent zu verzeichnen. Es ist kein Marketing mehr nötig, um einen riesigen Erfolg zu landen, die Möglichkeiten seine Spiele zu veröffentlichen sind mit Steam, Microsoft Live Marketplace und dem PlayStation Network für alle großen Plattformen vorhanden. Der Rest ist dann nur noch Mundpropaganda, die mit einem Video-Hit auf YouTube einen riesigen Schwung bekommt.

Die Arbeit, die eine große Community leisten kann, wurde schon Gabe Newell, dem Chef und Besitzer von Valve Software, bewusst, denn wie er in diesem Jahr bei einer Präsentation an einer Universität in Texas bekannt gegeben hat, verdienen einige Hüte-Macher von Team Fortress 2 bis zu 500.000 US-Dollar pro Jahr und die gesamte Community erstellt den zehnfachen Content, die ihr Team Fortress 2 Cabal leisten könnte. Natürlich verkauft sich eine Konsole auch durch ihre Spieletitel – und zu dieser Erkenntnis scheint Microsoft nun ebenfalls gekommen zu sein. Mit der Eigendistribution von Spielen und der Zugänglichkeit von Dev-Kits könnte ebenfalls auf der Xbox One der Indie-Markt explodieren. Microsoft Games möchte den Spielemachern nicht mehr im Weg stehen und so einen lebhaften Indie-Markt garantieren.

Bisher ist jedoch bekannt, dass die Freischaltung zum Dev-Kit zwar nicht mit dem Release kommt, aber so schnell wie nur irgend möglich nachgereicht wird. Eine offizielle Ankündigung dazu kommt noch diesen August.

Microsoft Xbox One: der geteilte RAM

Noch ist nicht bekannt, in welchen Größen der RAM der Xbox One aufgeteilt wird, allerdings ist bekannt, dass der Arbeitsspeicher der neuen Konsole in drei Bereiche aufgespalten wird: Ein Teil direkt für Spiele, ein weiterer Teil für das Eco-System der Xbox One und ein weiterer, kleiner Teil, der sich um das Multi-Tasking kümmert. Der Xbox Director of Development Boyd Multerer erklärt den Zusammenhang folgendermaßen: “Die nächste Generation Gamer sind nicht mehr die Gamer die sie waren, als ich zum Gaming kam. Sie sitzen da, schauen einen Film und texten die ganze Zeit. Ich mache das nicht! Es ist kein Teil meines Lebens. Aber es ist ein Teil ihren Lebens. Sie denken nicht einmal darüber nach, aber natürlich sind sie mit ihren Freunden verbunden. Natürlich sind sie social.

Darüber hinaus erklärt Multerer, dass ein Betriebssystem nicht nur bunte Grafiken sind sondern eben auch ein flüssiges und schnelles Feeling vermitteln und mit seiner Generation mitwachsen muss. Auch Indie-Entwicklern soll der volle Zugriff auf den RAM gewährleistet werden, sowie der Zugriff auf die Sensorik der Kinect, wodurch ein attraktiver Markt für alle Arten von Entwickler geschaffen werden.

(Quelle: PolygonCVG)

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