Die Xbox One ist Indie: Neue Infos über Self-Publishing

Nach dem DRM-Fiasko hat man bei Microsoft viel getan, um nicht den epischsten Fail der Firmengeschichte passieren zu lassen. Das Self-Publishing Programm, bei dem theoretisch jeder, der eine Spielidee hat, für die Konsole programmieren kann, ist eines der Schritte zum Erfolg der Xbox One. Heute hat Microsoft viele neue Informationen zur neuen Indie-Idee bekannt gegeben und Phil Harrison steht für viele offene Fragen Rede und Antwort.

Die Xbox One ist Indie: Neue Infos über Self-Publishing

ID@Xbox heißt das Projekt, bei dem sich jeder Entwickler zunächst bewerben kann um auf die Liste der offiziellen Indie-Entwickler zu kommen. Wird man dort angenommen, so werden dem Entwickler kostenlos zwei Entwickler-Geräte zugeschickt und es ist kostenlos sich dort anzumelden und Patches für bestehende Spiele einzuladen. Zunächst liegt dabei aber nur auf Entwickler, die bereits erfolgreiche Spiele auf anderen Konsolen, auf dem PC oder dem Smartphone hervorgebracht haben.

Viel interessanter sind aber die Details zum System. Normalerweise haben einzelne Entwickler große Probleme um auf die Hardware der Geräte zugreifen zu können. Am verrufensten ist das Indieprogramm der Wii, die damals gerade mal 50MB RAM für ein Spiel zur Verfügung stellte und damit Indieentwickler nicht einmal die Chance hatten, gute und größere Spiele zu entwickeln. Die Hardwarebeschränkungen entfallen bei der Xbox One nämlich voll und ganz. Ein Entwickler kann auf die Features der Kinect 2.0 zugreifen und die Hardware der Xbox One vollkommen ausreizen. Auch von dem Digital Video Recording können sie Gebrauch machen, womit Aufnahmen direkt aus dem Spiel möglich sind und via Livestream oder Videouploads geteilt werden können. Ebenfalls sind die Features des SmartGlass, dem Multiplayer, Achievements und dem Gamerscore freigegeben, ein Privileg, auf welches bisher nur wenige Entwickler zurückgreifen konnten.

Noch diesen Herbst soll die Offensive auf die Indie-Entwickler beginnen. Zwar wird dabei das Self-Publishing noch nicht verfügbar sein, wird aber so bald wie möglich nachgereicht. So bleibt das System erstmal in der Anfangsphase geschlossen, bis das angekündigte Feature verfügbar sein wird. Der Unterschied zur Vorgängerkonsole ist ebenfalls, dass der Entwickler einen Preis für sein Spiel setzen kann und nicht das ID@Xbox-Team die Kosten eines Spiels festlegt. Auch hat Harrison bereits mitgeteilt, dass die Xbox One sehr gerne mehr Free-to-Play-Spiele anbieten möchte, vor allem um auf dem Markt mit vielen verschiedenen Monetarisierungsoptionen auf dem aktuellsten Stand zu bleiben.

Quelle: Games Industry

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