Xbox One: Microsoft wollte 200 Millionen Konsolen verkaufen

Marco Schabel
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Als Microsoft 2013 die Xbox One vorstellte, mussten sie mit einem wahren Shitstorm leben. Unvorstellbar, dass das ursprüngliche Verkaufsziel laut Phil Spencer extrem hoch angesetzt war.

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Xbox One S – Trailer

2013 machte Microsoft den Gerüchten um die Xbox 720 ein Ende und stellte im Vorfeld der E3 die Xbox One vor. Die Konsole sollte als „All in One“-Gerät einige Vorteile wie Family-Sharing, Spielen ohne Disc und viel Entertainment bieten. Allerdgins mussten die Spieler dafür auch Einbußen wie beispielsweise eine Gebrauchtspielsperre machen. Das sorgte dafür, dass sich viele Kunden von Microsoft abwandten. Nicht zuletzt der neue Xbox-Chefs Phil Spencer sorgte dafür, dass der Konzern sich wieder erholte. Letzterer hat jetzt in einem Interview über den Start der Xbox One gesprochen und dabei das interessante Detail enthüllt, wie oft Microsoft die Konsole eigentlich verkaufen wollte.

Xbox One sollte die erfolgreichste Konsole aller Zeiten werden

Da es sich nicht nur um eine Gaming-Konsole handelt, sondern die Xbox One ein Entertainment-Gerät für das Wohnzimmer sein soll, wollte Microsoft 200 Millionen Konsolen an die Kunden verkaufen. „Das Ziel für die Teams war es, herauszufinden, wie 200 Millionen Konsolen verkauft werden können“, so Spencer. „Es gab zuvor noch nie eine Konsole, die sich so oft verkauft hat. Die erfolgreichste Konsole war die PlayStation 2 mit 120 Millionen .“ Verantwortlich für das Erreichen dieses Ziels war damals noch Don Mattrick, der ein halbes Jahr nach dem Launch der Xbox One Microsoft verließ.

Phil Spencer will das Vertrauen der Spieler zurückgewinnen

Erreicht werden sollte diese Verkaufszahl mit der Erweiterung der Konsole auf den gesamten Entertainment-Bereich. Wie bereits in der Vorstellung der Konsole deutlich wurde, sollte sie ein komplettes Entertainment-Paket bieten. Und genau das war, so Spencer, ein Fehler, den er seit April 2014 zu beheben versucht. „Als ich Xbox übernommen habe, wollte ich, dass wir nicht mehr versuchen etwas anderes zu sein als eine Spielkonsole. Du kannst nicht in einem anderen Bereich erfolgreich sein wollen, wenn du nicht das Gaming richtig hinbekommst.“ Abschließend heißt es, dass Microsoft es nun erst den Spielern recht machen will, bevor sie wieder etwas anderes versuchen.

Das geschieht zum Beispiel in Form des Xbox Play Anywhere-Programms, mit dem es künftig egal ist, ob Du ein Spiel für die Xbox One oder den PC kaufst. Auch die Xbox One S und die Xbox Scorpio sollen einige Kunden zurück ins Boot holen. Verkaufszahlen zur Xbox One gibt es derzeit keine. Aktuell werden zwischen 20 und 25 Millionen angenommen.

Quelle: Stevior

Weitere Themen: Microsoft Xbox, Xbox Store, Microsoft Games

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