Genug Gebashe: 10 Gründe, warum die Xbox One eine gute Konsole ist

Es ist ein bisschen so, als wären zwei neue Kinder in die Schule gekommen. Das eine ist ein fröhlicher, unkomplizierter Draufgänger, der mit den coolen Kids aus der Indie-Disco abhängt und gleich am ersten Tag jede Menge Geschenke verteilt. Das andere ein verzogenes Balg, das den anderen Kinder das Pausengeld klauen will und ohne Erlaubnis Videos von ihnen auf Facebook postet. Kein Wunder, dass das die Bullys auf den Plan ruft. Nun wird das unbeliebte Kind jeden Tag auf dem Schulhof gegängelt, bespuckt und geärgert. Nicht cool! Da wir hier bei GIGA keine Schulhofschläger mögen, wird es Zeit, der armen Xbox One spontan beizustehen. Hier sind zehn Gründe, warum die Xbox One doch noch eine gute Konsole wird. (Ach, und wir wissen natürlich, dass Sony und Microsoft profitorientierte Konzerne und keine kleinen Kinder sind.)

Genug Gebashe: 10 Gründe, warum die Xbox One eine gute Konsole ist

 

Microsoft hat den Kopf am tiefsten in der Cloud

Momentan wird die Diskussion vor allem durch zwei Aspekte dominiert. Die PS 4 hat mehr Rechenpower und Sony verzichtet vollkommen auf Online-Zwang. In unserer Gegenwart sind das klare Vorteile für die PlayStation 4 – doch was ist mit der Zukunft? Die gehört ganz klar dem Cloud-Gaming und da hat die Xbox One – trotz der Sonys jüngsten Bemühungen – momentan die Nase vorn. Xbox Live hatte zunächst ganze 500 Server. Zum Start der Xbox One will Microsoft sage und schreibe 300.000 Sever bereitstellen. Der Clou am Cloud-Gaming: Die lokale Hardware der Xbox One wird im Laufe der Jahre zunehmend bedeutungslos, denn Microsoft stellt zusätzliche Rechenleistung über die hauseigenen Systeme zur Verfügung. So sind Misch-Systeme, die zum Beispiel Wettereffekte auslagern und damit die Xbox One entlasten, denk- und machbar. Von der Funktionstüchtigkeit des Cloud-Gaming konnte man sich zudem bereits auf der E3 überzeugen. Das Rennspiel „The Crew“ nutzt Aspekte der Technologie schon jetzt. Dass Cloud-Gaming an Bedeutung gewinnen wird, lässt sich auch an den 360 Millionen Dollar ablesen, die Sony viel zu spät für den Streaming-Dienst Gaikai ausgegeben hat. Dieser Vorsprung könnte der Xbox One noch gute Dienste leisten.

 

Der Xbox One Controller ist einfach gut

Dass sich der auch auf dem PC-Markt als eines der zuverlässigsten und beliebtesten Gamepads durchgesetzt hat, zeigt die hohe Qualität des Microsoft Produktes an. Der neue Xbox One-Controller stellt eine in beinahe jeder Hinsicht verbesserte Variante dar. Neben den obligatorischen Anpassungen an der Verarbeitung (Batterieaussatz und Schraubenlöcher entfernt) verspricht Microsoft noch bessere und genauere Eingaben und kürzere Kontaktwege. Wirklich interessant sind zudem die neuen Rumble-Einheiten, die nun auch in den Triggern für ein aufeinander abgestimmtes Vibrieren sorgen sollen. Mal sehen wie sich die nächste Kettensäge auf der Xbox One so anfühlt.

 

Die Exklusivtitel können sich sehen lassen

Hier ist noch gar nix entschieden. In der letzten Generation hat Sony das Rennen um die besseren Exklusivspiele auf dem Zielfoto wohl knapp für sich entscheiden. Microsoft hat deshalb kräftig investiert und das spürt man. Mit dem neuen „Halo“, dem potenten „Quantum Break“,  dem vielversprechenden „Titanfall“, sowie dem angenehm durchgeknallten „Sunset Overdrive“ und dem zumindest visuell sehr beeindruckenden „Ryse – Son of Rome“ hat die Xbox One einige wirklich heiße Eisen im Exklusiv-Feuer. Eine durchaus überzeugende Liste mit einigen Titeln, die sich positiv auf die Kaufentscheidung auswirken könnten.

 

Die Minority Report-Nummer ist irgendwie cool

Microsofts Umgang mit dem Thema Datenschutz ist uns bei GIGA ziemlich übel aufgestoßen und auch sonst haben wir uns in der Vergangenheit nicht gerade als große Kincet-Fans geoutet. Eine funktionstüchtige Steuerung der Xbox One über unsere Stimme und unsere Bewegungen kann aber auch verdammt cool sein. Die informierte Zukunftsvision aus „Minority Report“ könnte im Lebenszyklus der „Xbox One“ in greifbare Nähe rücken. Wenn es Microsoft gelingt, die alberne Hampelei endlich abzustellen und mit Kinect 2.0 eine neue technologische Reifestufe zu erreichen, die sinnvolle Zusatzfunktionen bietet, kann sich die Xbox One tatsächlich noch als echter Innovator profilieren. Wenn…

Ein Zuhause für Softcore-Medienjunkies 

Hardcore-Spieler wollen erst einmal nur zocken. Diese Lektion hat Microsoft in dieser Woche auf schmerzliche Weise gelernt. Neue TV-Funktionen, Musik-Apps, Film-Dienste und Sport-Kanäle sind für Vielspieler lediglich nette Ergänzungen des Kerngeschäfts. Hätte man sich bei der Vermarktung der Xbox One also von Anfang an ausschließlich auf das Gaming konzentriert und sich bei der Positionierung der Xbox One als Entertainment-System etwas mehr zurückgehalten, hätten sich die zahlreichen Medien-Funktionen dann nicht sogar als willkommener Mehrwert positiv im Image der Konsole niedergeschlagen? Zudem sei hier daran erinnert, dass ein enorm großer Anteil der Konsolen-Besitzer genau das von der Xbox One erwartet: Ein Entertainment-System, das die gesamte modernde Mediennutzung in einer Box vereint. Wenn ich “Game of Thrones” im nächsten Jahr zum Beispiel exklusiv auf der Xbox One gucken könnte, wäre das ein echtes Argument.

Das neue Achievementsystem wird wohl irgendwie besser

Achievements sind total beliebt und Microsoft weiß das. Deshalb wird das aktuelle System für Erfolge auf der Xbox One auch sinnvoll erweitert. In Zukunft können Entwickler dank Cloud-basierter Updates kontinuierlich neue Erfolge ihrem Spiel hinzufügen. Das klingt erst einmal nicht so umwerfend, doch geplant sind auch spezielle Reaktionen auf die Verhaltensweisen der Spieler. Larry Hryb, bekannt unter seinem Spitznamen „Major Nelson” sagte dazu: »Sagen wir etwa, dass ein bestimmtes Spiel in einem dazugehörigen Forum den Ruf entwickelt, ein spezielles Sub-Spiel wie das Treten von Hühnern zu veranstalten. Wäre es nicht großartig, wenn Entwickler es merkten, dass die Community einen nicht geplanten Aspekt des Spiels genießt und daraus einen Erfolg macht?«, Joaahh, irgendwie schon. Wir halten fest: Das Achievementsystem ist gut und wird sehr wahrscheinlich noch ein bisschen besser.

 

Ach, ehhh…haben wir wirklich 10 Gründe gesagt?


Zumindest kann man uns nicht nachsagen, wir hätten es nicht versucht. Doch beim spontanen Brainstorm in der Redaktion wollte uns partout kein weiterer Grund für die Xbox One einfallen. Das liegt sehr wahrscheinlich nur an unserer Inkompetenz und nicht an der Xbox One. So oder so – Microsoft hat sich mit der E3 selbst unter Zugzwang gestellt. Bis zum Release der Xbox One hat der Konzern noch etwas Zeit. Wir hoffen von ganzem Herzen, dass sie genutzt wird.

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