Acer Aspire P3 im Test

Christof Wallner
Acer Aspire P3 im Test

Acer hat zuletzt schon beim W700 gezeigt, dass sie hochwertige Hardware herstellen und dann noch günstig verkaufen können. Kurz bevor die zweite Generation der Windows 8 Tablets mit den neuen Intel Haswell und Bay Trail Prozessor ansteht, hat Acer das neue Aspire P3 “Ultrabook” in New York vorgestellt und zeitnah für einen Preis von 599€ auf den Markt gebracht. Auf den ersten Blick sieht das Aspire P3 sehr dem W700 ähnlich, doch es gibt neben dem günstigeren Preis ein paar Unterschiede, die wir euch im folgenden Test zeigen werden.

Testgerät: Acer Aspire P3 – Preis ab ca. 599€ bei Amazon
Software: Windows 8 64-Bit

Acer Aspire P3 Test – Video und Bilder

Bildergalerie Acer Aspire P3

Hardware

Acer Aspire P3 Rückseite

Gleich wie das Acer Iconia Tab W700 kommt das Aspire P3 mit einem schicken und hochwertigen Aluminium Gehäuse. Der deutlich merkbare Unterschied liegt aber bei den Maßen und Gewichtsangaben. So wiegt das Aspire “nur” 790g und ist lediglich 9,9mm dünn. Durch die dünnere Bauform wirkt das Aspire P3 wesentlich kompakter und nicht so klobig wie der große Bruder.

Bei der Verarbeitung sind wir gleich wie beim W700 von Acer positiv beeindruckt. Das Gehäuse wirkt solide, es gibt kein Knarzen und Spaltunterschiede sind ebenfalls nicht sichtbar.

Acer Aspire P3 Anschlüsse

Betrachtet man die Anschlüsse und Verbindungen, scheint man hier ein Iconia Tab W700 vor sich zu haben. So findet man einen USB 3.0 Anschluss, einen Micro-HDMI Anschluss, einen Lade- und Audioanschluss, Lüftungsschlitze auf der Oberseite und zwei Lautsprecher auf der Unterseite. Bei den drahtlosen Verbindungen stehen einem ebenfalls Wlan a/b/g/n und Bluetooth 4.0 zur Verfügung. Während man des Öfteren von Wlan-Empfangsproblemen beim W700 berichtet hat, konnten wir bei unserem Test des P3 keine Probleme oder Signalschwächen feststellen.

Am meisten hat uns, wie auch beim W700, ein Kartenleser gefehlt. Gleich wie beim W700 gibt es beim Aspire P3 keine Möglichkeit eine SD oder microSD Karte direkt in das Tablet zu stecken. Noch immer quält uns die Frage warum, denn so wäre der interne Speicher von 60GB (verfügbar 32GB) einfach und günstig zu erweitern. So muss man auf einen externen Speicherplatz oder einen Cloudspeicher zurückgreifen.

Die auf der Unterseiten integrierten Lautsprecher bieten eine angenehme Lautstärke und die Soundqualität ist in Ordnung.

Acer Aspire P3 Frontkamera

Auf der Rückseite findet man eine 5 Megapixel Kamera und auf der Vorderseite eine 1,3 Megapixel Kamera. Die Foto und Videoqualität der Kameras ist allerdings eher bescheiden, was vermutlich aber die wenigsten bei einem 11,6 Zoll Tablet stören wird.

Display

Acer Aspire P3 Display Video

Das 11,6 Zoll große IPS Display löst mit lediglich mit 1366 x 768 Pixel auf. Der Unterschied zum Full HD Display (1920 x 1080 Pixel) des W700 ist deutlich erkennbar. Texte werden nicht ganz so scharf dargestellt und die einzelnen Pixel lassen sich leicht erkennen. Für die meisten wird die Auflösung und daraus resultierende Pixeldichte von 135ppi ausreichen. Zudem bringt die niedrige Auflösung auch seine Vorteile. So wird die Ansicht in der normalen Desktop-Ansicht wesentlich größer und damit fingerfreundlicher dargestellt.

Acer Aspire P3 Display Outdoor

Neben zwei kleinen Lichthöfen kann das IPS-Display durch satte Farben, hohe Betrachtungswinkel und eine angenehme Helligkeit überzeugen, sodass die Benutzung auch im Freien ohne größere Probleme möglich ist. Der Touchscreen selbst reagiert sehr gut und erkennt bis zu 10 Punkte.

Performance, Lüfter & Akku

Acer Aspire P3 Lüfter

Das Acer Aspire P3 wird erstmals mit einem Intel Core i3-3229Y Prozessor und nur 2 GB RAM ausgestattet. Im Vergleich zum alten Intel Core i3, der in der günstigsten Version des W700 eingesetzt wird, verbraucht der neue Prozessor weniger Energie und kommt mit der stärkeren Intel HD 4000 Grafikeinheit. Durch die geringere Energieaufnahme sollte es auch möglich sein, dass die Lüfter nicht mehr so oft arbeiten müssen. In der Praxis zeigt sich das beim P3 aber etwas anders. So laufen die Lüfter trotz des neuen Prozessors auch bei einfacheren Programmen recht häufig, allerdings mit einer etwas niedrigeren Lautstärke als beim Iconia Tab W700. Störend fallen die Lüfter nur bei ruhiger Umgebung auf.

Von der Performance waren wir von dem neuen Dual-Core Prozessor recht überrascht. Denn im Vergleich zum Intel Core i5 (3rd Gen.) fielen die Benchmarkunterschiede nicht allzu groß aus. Full HD Content konnten wir im Test problemlos im Browser, als auch über den Video Player wiedergeben und selbst Spiele wie Star Craft II konnten wir auf dem Aspire P3 spielen, wenn auch nicht auf höchster Detailstufe. Auch Browser-Games liefen während des Tests ohne Probleme.

Bei normaler Benutzung macht sich der geringe Arbeitsspeicher von nur 2GB nicht bemerkbar. Hat man allerdings mehrere Anwendungen geöffnet, kann es beim Wechseln zu Rucklern kommen. Positiv zeigt sich die flotte SSD. Auch wenn dem Nutzer nach ersten Einschalten lediglich 32GB zur Verfügung stehen, arbeitet die SSD mit einer Lesegeschwindigkeit von 361,2Mb/s und einer Schreibgeschwindigkeit von 85,45MB/s.

Hier findet ihr ein paar Benchmark-Ergebnisse im Vergleich mit dem Microsoft Surface Pro und natürlich dem Iconia Tab W700:

Acer Aspire P3 Acer Iconia Tab W700 (Core i5) Microsoft Surface Pro Asus Vivo Tab Smart ME400C
PC Mark 7 3225 4306 4705 1439
3D Mark 06 3709 3299 4928 459
3D Mark 11 447 - - -
Windows-Leistungsindex 4,7 5,4 5,6 3,2
SunSpider 281,7ms 154ms 159ms 708,7
Peacekeeper: 1112 1689 1676 415

Akku

Spannend wird es allerdings bei der Akkulaufzeit. Acer gibt die Laufzeit mit 6h, was sogar unter dem Wert des W700 liegt, obwohl der stromsparende Intel Core Prozessor eingebaut wurde. Bei unserem üblichen Akku-Test mit voller Display-Helligkeit, durchgehender Videowiedergabe und verbundenem Wlan hielt das P3 mit dem 5280-mAh-Akku 4:50 h. Bei unserem Mix-Test (Surfen, Musik hören, spielen,..) bei ca. 40% Display Helligkeit hielt der Akku allerdings schon 6,5 h.

Software

Acer Aspire P3 Vorne

Das Aspire P3 kommt mit Windows 8 64 Bit und ein paar vorinstallierten Programmen. Nicht mehr vorinstalliert ist die eigene Ring UI, die aber wahrscheinlich von den wenigsten genutzt wird.

Wie im Performance-Teil des Aspire P3 Test schon beschrieben, waren wir mit der Performance recht zu frieden. Zudem scheinen nun auch die Treiber etwas besser angepasst zu sein. Während des Tests konnten wir keinen Neustart oder sonstige Fehler bemerken.

Als Software Zugabe findet man am P3 folgende Programme vorinstalliert:

  • 7digital Music Store
  • Acer Crystal Eye – Kamera App
  • Acer Explorer
  • Music Maker Jam
  • newsXpresso
  • txtr ebooks
  • WeatherBug.a
  • Acer Cloud
  • clear.fi Media / Photo
  • Nero BackitUp
  • Docs

Hülle mit Tastatur

Acer Aspire P3 Case Seite

Während wir von der Hülle mit der Tastatur des W700 nicht gerade überzeugt waren, hat Acer wohl die Zeit genutzt und die Hülle verbessert und beinahe alle Kritikpunkte beseitigt. So ist nun der Rand der Tablet-Halterung aus hartem Kunststoff, wodurch das Tablet wesentlich leichter zu entnehmen ist. Zudem sind die Anschlüsse und Tasten nun komplett frei, sodass man die Tasten für den Standby und Lautstärke leicht finden und drücken kann. Neu ist auch die Schlaufe für einen Kugelschreiber oder einen Stylus (für kapazitive Displays). Hier möchte Acer wohl zeigen, dass das P3 das optimale Tablet für unterwegs ist.

Nicht ganz so gut kommt die integrierte Tastatur davon, denn diese wirkt etwas schwammig. Einige könnten zudem ein Touchpad vermissen. Als Ersatz könnte man allerdings eine Maus anschließen.

Fazit

Acer Aspire P3
Befriedigend
70%
08/2016
Preis: 599€ Das Acer Aspire P3 ist ein preiswertes, kompaktes aber dennoch starkes Windows 8 Tablet.
Vorteile- Verarbeitung
- Display
- Preis
- Case
Nachteile- kein SD Slot
- Akku

Mit dem Aspire P3 möchte Acer wohl noch einige Käufer locken, die nicht mehr auf die neue Generation der Intel Prozessoren bzw. Windows 8 Tablets warten möchten. Durch den günstigen Preis, ein relativ flaches Design und eine ausreichende Performance könnte dies Acer auch gelingen, denn die neuen Produkte der nächsten Generation werden wohl erst in ein paar Monaten am Markt erhältlich sein. Wermutstropfen ist der nicht erweiterbare interne Speicher, der etwas geringe Arbeitsspeicher und die mittelmäßige Akkulaufzeit.

Man sollte nicht vergessen, dass die neue Generation wesentlich mehr Performance bei längerer Akkulaufzeit bietet. Alle die nicht warten können und ein günstiges Windows 8 Tablet suchen, das mehr Performance bietet als ein Tablet mit Intel Atom Prozessor, sollten sich das Aspire P3 jedenfalls ansehen.

Haptik / Verarbeitung 8 Display 8 Batterie 6 Performance 7 Konnektivität 6 Software 8 Preis / Leistung 8

Weitere Themen: Tabtech.de News-Archiv, Intel

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