Acer hat mit dem Swift 7 vor einigen Wochen das bisher dünnste Laptop der Welt vorgestellt. In unserem Acer Swift 7 Test haben wir überprüft, wie alltagstauglich der neue Schlankheitswahn bei einem Laptop ist und welche Vor- und Nachteile diese dünne Bauform bietet. Optisch und qualitativ ist das Swift 7 wirklich gelungen, technisch gibt es aber einige Schwächen.

Acer Swift 7 Test: Das dünnste Laptop der Welt

Acer Swift 7 Test: Dünnes Premium-Laptop

Die extrem dünne Bauform des Acer Swift 7 ist bereits auf den ersten Blick einfach beeindruckend. Selten haben wir ein so schlankes Gehäuse gesehen, das sich dazu auch noch so hochwertig anfühlt. Hier spielt Acer definitiv in der Oberliga mit und schafft mit den Abrundungen der Kanten und scharfen Linien einen besonderen optischen Effekt, der das Laptop noch schlanker aussehen lässt. Das komplette Gehäuse besteht aus Metall und das zweifarbige Design in Gold und Schwarz passt einfach zu diesem Laptop. Bis auf das Glas des Displays im Inneren sind alle Oberflächen matt gehalten. Dadurch wirkt die goldene Farbe nicht zu aufdringlich.

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Acer Swift 7: Das dünnstes Notebook der Welt im Hands-On-Video
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Trotz der matten Oberflächen fällt aber schnell auf, dass Fingerabdrücke gerade zu magisch angezogen werden. Auf der goldenen Innenseite sieht man diese zwar nicht, dafür an den Außenseiten des dünnen Laptops. Die schwarze Oberfläche macht jede Berührung sichtbar. Dadurch sieht das Swift 7 schon nach recht kurzer Zeit abgegriffen aus. Die Entfernung der Fingerabdrücke fällt mit einem Tuch aber sehr leicht. Möchte man sein Laptop sauber und neu halten, wird das wohl zur Dauerbeschäftigung.

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Es handelt sich zwar offiziell um ein Unibody-Gehäuse aus Aluminium, die Unterseite des Acer Swift 7 lässt sich aber abschrauben. Wir werfen später ein Blick ins Innere und schauen uns an, welche Möglichkeiten zum Upgrade bestehen. Unser Testgerät ist mit einem Intel Core i5-7Y54, 8 GB RAM und 256 GB internem Speicher ausgestattet. Davon stehen nach dem ersten Start unter Windows 10 212 GB zur freien Verfügung. Der Prozessor heißt zwar Core i5, es handelt sich aber um einem Y-Chip, der kürzlich von Core m5 in i5 umbenannt wurde. Wie sich das auf die Leistung auswirkt, zeigt der Performance-Test.

Einen großen Vorteil hat der sparsame Intel-Prozessor: Das Acer Swift 7 arbeitet absolut lautlos. Es ist kein Summen oder Lüftergeräusch zu vernehmen. Die einzigen sichtbaren Öffnungen am Gehäuse gehören den beiden Lautsprechern – die aber leider an der Unterseite verbaut sind. Wenn das Laptop auf einem Schreibtisch mit harter Oberfläche steht, ist der Klang erstaunlich gut. Stellt man das Laptop aber auf eine Tischdecke oder nutzt es auf einem weichen Untergrund, wird der Klang spürbar gedämpft.

Das Acer Swift 7 ist zwar extrem schlank gebaut, die Ränder um das Display fallen im Vergleich zur Konkurrenz aber sehr breit aus. Der Trend geht aktuell hingegen eher in eine andere Richtung – zum fast randlosen Design. So fallen auch die Außenmaße etwas größer aus als bei anderen Ultrabooks, die mit 13,3-Zoll-Displays ausgestattet sind.

Über dem Display findet sich eine HD-Webcam, die zumindest bei guter Ausleuchtung ein klares Bild liefert. Die zwei Mikrofone sorgen für einen sauberen Klang und befinden sich unter dem Display, wo auch ein Acer-Logo untergebracht ist. Eine kleine LED zeigt an, wenn die Webcam aktiviert ist.

Tastatur ohne Beleuchtung

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Passend zur dünnen Bauform des Acer Swift 7 sind auch die Tasten der Tastatur sehr flach ausgefallen. Der Hub ist zwar sehr kurz, das Tippen klappt durch das gute Feedback und den ausreichenden Widerstand trotzdem sehr gut. Man findet sich sofort zurecht und kann schnell mit dem Zehnfingersystem tippen. Ein großes Manko ist die fehlende Beleuchtung für die Tasten. In der Preisklasse von ab 1.000 Euro gehört das zum Standard. Acer hat uns mitgeteilt, dass durch die extrem dünne Bauform auf eine Beleuchtung für die Tastatur verzichtet werden musste.

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Acer hat beim Swift 7 weiterhin auf einen eigenen Powerbutton verzichtet und diesen einfach in die rechte obere Ecke als normale Taste integriert – wo normalerweise die „Entf“-Taste liegt. Diese findet ihren Platz daneben und ist nicht mehr so intuitiv erreichbar. Acer hat den Powerbutton immerhin so eingestellt, dass dieser im eingeschalteten Zustand nicht reagiert. Sonst würde man bei der Suche nach der „Entf“-Taste das Ultrabook immer wieder ausschalten. Möchte man den Powerbutton zum Herunterfahren, den Ruhemodus oder Stand-by nutzen, könnte das schon zu einem größeren Problem werden.

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Das Touchpad befindet sich unter der Tastatur und ist ungewöhnlich breit ausgefallen. Wenn man normal mit dem Zehnfingersystem tippt, dann legt man unweigerlich den Handballen der rechten Handfläche auf das Touchpad. Das System erkennt zwar, dass man tippt, sodass Fehleingaben vermieden werden, wenn man aber erst anfängt, kann es schon sein, dass die Maus klickt, wenn man die Hand unvorsichtig auf das Ultrabook legt. Daran dürfte man sich mit der Zeit aber gewöhnen.

Insgesamt ist das Touchpad auch sehr tief in das Gehäuse eingelassen, sodass eine Kante entsteht, in der sich über die Zeit mit Sicherheit Schmutz ansammelt. Die Maustasten sind in die Touchfläche integriert, optisch aber nicht abgesetzt. Die rechte und linke Maustaste funktionieren sehr präzise.

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Keine biometrischen Sensoren

Viele der neuen Windows-Geräte kommen mit biometrischen Sensoren, die unter Windows 10 mit Windows Hello genutzt werden können. Das fehlt beim Acer Swift 7 komplett. Es gibt weder eine spezielle Kamera an der Front, die zur Gesichtserkennung verwendet werden kann, noch ein Fingerabdruckscanner, der auch bei Laptops immer beliebter wird. Acer hat uns aber auch mitgeteilt, dass in Kürze eine leicht überarbeitete Version des Swift 7 erscheint, die mit einem Fingerabdruckscanner im Touchpad ausgestattet ist.

USB Typ C im Fokus

Die vorhandenen Anschlüsse sind übersichtlich: Zwei Mal USB Typ C und ein Anschluss für Kopfhörer – mehr gibt es nicht. Wer einen normalen USB-Stick, Drucker oder einen Monitor anschließen möchte, muss einen Adapter verwenden. Ein USB-Adapter liegt bei, sodass man zumindest ein normales USB-Gerät oder einen USB-Hub anschließen kann. Der andere Anschluss wird vermutlich meist durch das Netzteil belegt sein, wenn man das Ultrabook nicht unterwegs nutzt, sondern auf dem Schreibtisch. Für den Anschluss an ein Netzwerk müsste man sich ebenfalls einen USB-Adapter kaufen. WLAN ist aber mit an Bord, sodass man kabellos ins Internet kommt. LTE unterstützt das Ultrabook nicht.

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Unverständlich ist der Verzicht auf einen microSD- oder SD-Kartenslot. Windows-Ultrabooks sollten die Möglichkeit bieten eine Speicherkarte einlegen zu können, um auf Fotos oder Videos von der Kamera zuzugreifen. Möchte man Daten einer microSD-Karte auslesen, muss man sich einen USB-Typ-C-Kartenleser kaufen oder einen Adapter mitführen. Wirklich durchdacht scheint der Verzicht nicht zu sein. So lässt sich der Speicher auch nicht erweitern.

Acer Swift 7: Das Display im Test

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Wie oben bereits erwähnt, ist das Acer Swift 7 mit einem Display ausgestattet, das eine Diagonale von 13,3 Zoll besitzt. Die Größe ist sowohl zum mobilen Arbeiten als auch auf dem Schreibtisch sehr angenehm. Die Auflösung des IPS-Panels liegt hingegen nur bei 1.920 x 1.080 Pixeln. Da bietet die Konkurrenz teilweise höhere Auflösungen, die für eine schärfere Darstellung sorgen. Die Kalibrierung der Farben ist sehr warm gewählt. Damit wirken Webseiten mit weißen Hintergründen etwas gelblich. Fotos und Videos wirken durch die Kalibrierung natürlicher und etwas farbenfroher. Unterstützt wird dieser Effekt durch die spiegelnde Oberfläche.

Das Acer Swift 7 hat zwar keinen Touchscreen, wodurch die Bedienung mit dem Finger wegfällt, setzt aber trotzdem auf ein spiegelndes Gorilla Glass. Das sorgt nicht nur für den Schutz der Oberfläche, sondern auch für eine hohe Stabilität des Gehäuses – was bei dieser extrem dünnen Bauform sehr wichtig ist. Wer also ein extrem dünnes und leichtes Ultrabook haben möchte, muss mit diesem Kompromiss leben.

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Erfreulich ist immerhin, dass das IPS-Display eine recht gute Leuchtkraft besitzt, sodass man den Spiegelungen etwas entgegenwirken kann. Der dicke schwarze Rahmen um das Display stört dabei aber trotzdem, denn dort werden Spiegelungen ohne Rücksicht auf den Nutzer dargestellt. Wer wirklich unterwegs mit dem Swift 7 arbeiten möchte, der sollte sich vielleicht eine matte Displayfolie kaufen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Bedienkomfort dadurch extrem steigt.

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Der Aufklappwinkel des Displays ist recht groß, sorgt aber für etwas Instabilität. Klappt man das Display des Acer Swift 7 komplett auf, wackelt es auf dem Tisch. Nach hinten umkippen kann es nicht, da das Scharnier im Weg ist. Trotzdem ist die Balance in dem Zustand gestört, sodass das Betrachten von Inhalten gestört werden kann.

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Ein weiterer Nachteil zeigt sich beim Blick auf die Unterseite. Eigentlich sollen Gummifüße dafür sorgen, dass das Aluminiumgehäuse keinen Kontakt zur Aufstellfläche hat. Durch die Wackler passiert das aber und genau an den Kontaktpunkten löst sich die Farbe. Das darf eigentlich nicht passieren und muss bei der Konstruktion beachtet werden. Die hinteren Gummifüße hätten wohl einfach nur etwas weiter am Rand angebracht werden müssen.

Auf der nächsten Seite: Performance, Upgrades, Laufzeit und Fazit

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