Intel-Chef Otellini: Keine Angst vor Tablets - noch sparsamere Prozessoren für MacBook Air und Co.

Florian Matthey
13

Auf einem Treffen mit Investoren bemühte sich der Intel-Chef Pau Otellini, den Tablet-Hype zu relativieren: In erster Linie kauften sich Benutzer Tablets doch als Zweit- oder Dritt-Gerät, dem Laptop-Markt würden sie nicht wirklich schaden. Gleichzeitig möchte Intel den Trend hin zu stromsparenden Prozessoren weiter vorantreiben.

Bezeichnend ist, dass Otellini sich umfassend zu Tablets äußerte – den Namen iPad oder Apple in diesem Zusammenhang aber nicht einmal erwähnte. Die Tablet-Betriebssysteme der Konkurrenz wie Googles Android erwähnte er hingegen sehr wohl mit Namen. Es scheint, als ob Intel zumindest Apples Tablet-Rechner, die nicht mit Intel-Chips, sondern mit Apples A4- beziehungsweise A5-Prozessoren arbeiten, vielleicht doch als potentielle Bedrohung für das eigene Geschäft ansieht. Zugeben möchte Otellini dies allerdings nicht: Der Intel-CEO verweist stattdessen darauf, dass Laptops immer noch das dreifache Datenvolumen im Vergleich zur Summe aus Smartphones und Tablets ausmachen, der Tablet-Markt sich ohnehin noch in einer Startphase befinde und Tablets Laptops nicht ersetzten, sondern nur ergänzten.

Gleichzeitig möchte Intel den Trend hin zu stromsparenden Prozessoren, den nicht zuletzt auch ARM-Prozessoren in Tablets und Smartphones vorantreiben, forcieren. Im Zentrum der aktuellen Produktlinie an Intels Notebook-Chips stehe heute noch ein Wert in Höhe von 35 Watt – manche Chips verbrauchen mehr, manche, so wie die Core-2-Duo-Prozessoren in Apples aktuellen MacBook-Air-Modellen, weniger. In Zukunft möchte Intel diesen Wert aber auf 10 bis 15 Watt herabsenken. Zum Vergleich: Die besonders stromsparenden Versionen der Core-i5- und -i7-Prozessoren, die gleichzeitig Kandidaten für die nächste MacBook-Air-Generation sind, verbrauchen aktuell im Schnitt rund 17 Watt.

Selbst der Core-2-Duo-Prozessor im 11-Zoll-MacBook Air, der im Gegensatz zu den Core-i5- und -i7-Prozessoren über keinen integrierten Grafikprozessor verfügt, arbeitet immerhin mit 10 Watt. In Zukunft soll dieser Wert also nicht mehr die Untergrenze, sondern die Norm sein. Sollte Intel dieses Ziel in absehbarer Zeit erreichen, dürfen sich auch Apple-Kunden auf deutlich mehr Batterielaufzeit bei vergleichbarer Leistung freuen.

Weitere Themen: MacBook, Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog, Intel

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz