MacBook Air: Apple hatte angeblich Alternativmodell mit AMD-Llano-Chip entwickelt

Florian Matthey
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Seit Apple im Jahr 2005 den Wechsel hin zur x86-Prozessor-Architektur verkündete, arbeiten alle Macs mit Intel-Prozessoren. Zumindest für die jüngste MacBook-Air-Generation hätte die Geschichte angeblich auch anders verlaufen können: Für diese soll ein Modell mit einem AMD-Prozessor in den Startlöchern gestanden haben.

Im August berichtete Greg Welch, der Direktor von Intels Ultrabook-Gruppe, von einer Drohung Apples: Sollte der Chip-Hersteller den Leistungseffizienz seiner Prozessoren nicht deutlich verbessern, würde das Unternehmen Apple als Kunden verlieren. “Das hat uns aufgeweckt”, erklärte Welch damals. Was Apple ohne Intel gemacht hätte, stand allerdings in den Sternen: Selbst eine Installation der eigenen Apple-A5- oder – ab dem nächsten Jahr – -A6-Chips als MacBook-Air-Prozessoren machte zwischenzeitlich als denkbar Option die Runde.

Damit wäre allerdings wieder ein Architektur-Wechsel einhergegangen, weshalb dieser Schritt zumindest recht kompliziert geworden wäre. Denkbar war deshalb auch ein Wechsel zu AMD-Prozessoren – den Apple angeblich ernsthaft in Betracht gezogen hat.

Laut SemiAccurate soll Apple ein MacBook Air mit AMDs Llano-Chip entwickelt haben, das beinahe ein fertiges Produkt hätte werden können. Erst im Frühjahr diesen Jahres soll Apple die Pläne verworfen haben. Ein großer Vorteil von AMDs Llano-Chip gegenüber Intels Sandy-Bridge-Architektur ist eine deutlich höhere Grafikleistung bei annähernd gleich starker Leistung des Hauptprozessors, weshalb Apple den Wechsel hin zu diesem Chip ernsthaft in Betracht gezogen haben soll.

Ein wichtiger Grund, warum sich Apple dann für die aktuelle MacBook-Air-Generation doch für Intels Sandy-Bridge-Architektur entschieden hat seien Probleme bei der Produktion der Llano-Chips gewesen, mit denen AMD seit geraumer Zeit kämpfe.

Weitere Themen: MacBook, Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog, AMD

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